Im Schlosshof endet traditionell der Bruchsaler Sommertagszug mit der Verbrennung des Schneemanns. Die dortigen Rasenflächen dürfen künftig während der Veranstaltung nicht mehr betreten werden.
Im Schlosshof endet traditionell der Bruchsaler Sommertagszug mit der Verbrennung des Schneemanns. Die dortigen Rasenflächen dürfen künftig während der Veranstaltung nicht mehr betreten werden. | Foto: Heintzen

Sommertagszug in Bruchsal

Schneemann soll bei Sonnenschein brennen

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Schönes Wetter – das ist für den Sommertagszug in diesem Jahr fast noch wichtiger als die Teilnehmerzahl, findet Rainer Rapp. Der Leiter des Bruchsaler Schulamtes organisiert mit den Umzugs-Präsidentinnen Karola Vettermann und Christa Braun die Veranstaltung. Bislang wurden dafür mehr als 1.100 Schüler und Kindergartenkinder angemeldet, und nach der Absage im vergangenen Jahr wegen schlechten Wetters wünschen sich die Veranstalter für Sonntag, 6. Mai, Sonnenschein. Dann könnten bis zu 6 000 Zuschauer die Umzugsstrecke säumen, wenn in Bruchsal der Winter ausgetrieben wird.

Krisenstab entscheidet bei schlechter Wetterprognose

Nach dem Ausfall und einiger Kritik an dieser Entscheidung  wird in diesem Jahr zum ersten Mal ein „Krisenstab“ tagen. Um 11 Uhr treffen sich am Veranstaltungstag Vertreter des Komitees, der Einsatzkräfte und des Ordnungsamtes und entscheiden bei schlechter Wetterprognose, ob der Umzug stattfindet oder nicht. Eigens dafür werde eine punktgenaue Vorhersage für Bruchsal beim Deutschen Wetterdienst eingeholt, berichtet Rapp weiter. Auf der Homepage der Stadt Bruchsal werden Teilnehmer und Besucher über die Entscheidung informiert. Wie gewohnt startet der Sommertagszug an der Stirumschule und endet im Schlosshof, wo der Schneemann verbrannt wird.

Den Winter wollen Schulkinder und Kindergartenkinder vertreiben. Bis zu 6.000 Zuschauer säumen die Umzugsstrecke und kommen zum Bruchsaler Schloss.
Den Winter wollen Schulkinder und Kindergartenkinder vertreiben. Bis zu 6.000 Zuschauer säumen die Umzugsstrecke und kommen zum Bruchsaler Schloss. | Foto: Heintzen

Kein Platz mehr für Kinder auf Schloss-Rasen

Dort erwartet die Teilnehmer jedoch eine Neuerung, mit der die Veranstalter nicht glücklich sind. Die beiden Grünflächen dürfen erstmals nicht von den Kindern betreten werden. Das sei das Ergebnis eines Gutachtens zur Nutzung des Schloss-Areals bei Veranstaltungen, schildern Rapp, Vettermann und Braun die Beweggründe der Schlösserverwaltung. Schäden an Gras und Sträuchern werden befürchtet. Zudem sei die Nutzung gefährlich, da die Plätze von Schrägen eingefasst sind.

„Wir probieren es jetzt halt so“

„Bislang wurden uns nie Schäden benannt, nicht nur die Teilnehmer auch der Bauhof hat geschaut, dass wir den Platz sauber verlassen“, sagt Rapp und Vettermann ergänzt: „Die Flächen wurden von den kleinen Kindern zum Sitzen und Ausruhen genutzt. Gerade an einem warmen Tag brauchen sie eine Pause nach dem Zug.“ Nun bitte man die Einrichtungen leichte Unterlagen für die Kinder zum Sitzen mitzubringen. Dennoch loben die Veranstalter die „wunderschöne Atomsphäre“ zum Abschluss vor der Schlosskulisse. „Wir probieren es jetzt halt so“, sagt Rapp.

Schneemann wird per Hand gezogen

Der Bruchsaler Sommertagszug wird nach zwischenzeitlicher Pause seit 1984 wieder veranstaltet. „Wir wollen, dass diese Tradition weiter geht“, sagt Rapp. Umso mehr freuen sich die Veranstalter über die Unterstützung von Vereinen und der Musikschule. Eine weitere Neuerung: Der Wagen mit dem Schneemann wird per Hand vom Skiclub gezogen, da die Pferdegespanne nicht mehr zum Einsatz kommen können.

Bruchsaler Sommertagszug am Sonntag, 6. Mai, von der Stirumschule über die Stadtgrabenstraße in die Fußgängerzone, am Rathaus vorbei und über die Friedrichstraße zum Schloss. Start um 14.15 Uhr. Wetter-Infos am Umzugstag unter www.bruchsal.de. Die Sommertagsstecken werden am Samstag, 5. Mai, während des Marktes vor dem Rathaus verkauft, außerdem vor dem Umzug.