KOMPLETT ZERSTÖRT haben die Flammen ein Wohnhaus in Unteröwisheim, die benachbarte Garage brannte bis auf die Grundmauern nieder. Der Sachschaden wird auf rund 500 000 Euro geschätzt. | Foto: toku

Feuer in Unteröwisheim

Sechs Verletzte nach Brand in Zweifamilienhaus

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Bei einem Brand im Kraichtaler Stadtteil Unteröwisheim sind am Mittwochabend insgesamt sechs Personen verletzt worden, darunter drei Kinder. Ein Zweifamilienhaus und ein Garagenanbau fielen den Flammen zum Opfer.

„Die Einsatzkräfte kämpften gegen die unerträgliche Hitze“, berichten Augenzeugen. Die Ursache ist bislang noch unbekannt und Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.

Die Freiwillige Feuerwehr Kraichtal war am Mittwoch gegen 19.45 Uhr zu der Unglücksstelle in der Bruchsaler Straße gerufen worden. Bereits während der Anfahrt erkannten die Einsatzkräfte eine kilometerweit sichtbare, schwarze Rauchwolke. Daraufhin rückte ein Großaufgebot an Einsatzkräften an. Die Wehrleute aus Ubstadt-Weiher, die zu dem Zeitpunkt im Gerätehaus waren, sahen die starke Rauchentwicklung und rückten zur Hilfe an.

Sachschaden rund 500 000 Euro

„Die Lage stellte sich beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte dramatisch dar“, berichten Beobachter. Ein größerer Garagenanbau bei einem Zweifamilienhaus stand komplett in Flammen. Das Feuer griff gerade auf das Haus selbst über. Die Flammen erfassten den Dachstuhl und setzten das Erdgeschoss sowie das Obergeschoss in Brand. Die Feuerwehr bereitete unverzüglich eine massive Brandbekämpfung von außen und innen vor. Ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus konnte jedoch nicht verhindert werden.

Das Zweifamilienhaus wurde komplett zerstört. Der Garagenanbau brannte bis auf die Grundmauern nieder. Auch die Wohnungen wurden massiv beschädigt. Das Wohnhaus ist unbewohnbar. Nach Schätzungen des Polizeipräsidiums Karlsruhe beträgt der Sachschaden etwa 500 000 Euro.

Enorme Hitzeentwicklung

Die Bewohner, die Löschversuche unternommen hatten, wurden verletzt. Die drei Erwachsenen und drei Kinder mussten mit Rauchgasvergiftungen in Kliniken eingeliefert werden. Die enorme Hitze bei über 35 Grad erschwerte die Arbeit der Einsatzkräfte. Glutnester fackelten immer wieder auf. Mit der Drehleiter der Feuerwehr Bad Schönborn wurde das Dach auf weitere Glutnester kontrolliert.

Die Atemschutzgeräteträger mussten in kurzen Zeitabständen gewechselt werden, da die Belastung so hoch war. Aus diesem Grund war es gut, „dass viele Einsatzkräfte vor Ort waren“, erklärte der Einsatzleiter der Kraichtaler Wehr.

Das DRK versorgte die Einsatzkräfte. Auch für die Patienten wurde eine Sammelstelle im Schatten eingerichtet. Im Einsatz waren in der Bruchsaler Straße in Unteröwisheim die Feuerwehren von Kraichtal, Ubstadt-Weiher und Bad Schönborn mit 16 Fahrzeugen und 103 Mann, der Rettungsdienst mit drei Rettungs-, einem Notarztwagen und neun Personen sowie die Polizei mit vier Besatzungen.