Seinem Unmut machte Forsts Bürgermeister Bernd Killinger (links) bei einem Termin mit der Telekom gegenüber Klaus Vogel Luft. Der Anbieter hat jetzt schnelleres Internet in der Gemeinde, enttäuschte jedoch durch mangelnde Kommunikation.
Seinem Unmut machte Forsts Bürgermeister Bernd Killinger (links) bei einem Termin mit der Telekom gegenüber Klaus Vogel Luft. Der Anbieter hat jetzt schnelleres Internet in der Gemeinde, enttäuschte jedoch durch mangelnde Kommunikation. | Foto: Jannarelli

Bürgermeister übt Kritik

Trotz schnellem Internet gibt es Frust in Forst

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Forst hat jetzt schnelleres Internet – das ist für sich gesehen eine gute Nachricht. Für den Bürgermeister der Gemeinde, Bernd Killinger, überwog dennnoch der Frust. Und das liegt an der Zusammenarbeit mit dem Internet-Anbieter.

Klaus Vogel sprach von einer „rauen Wetterlage“ kurz vor Beginn des Pressetermins am Dienstag in Forst, als der kalte Wind die Blätter durch die Sudetenstraße fegte. Da konnte der Regionalmanager Infrastrukturvertrieb der Telekom noch nicht ahnen, welches Donnerwetter wenige Minuten später von Forsts Bürgermeister Bernd Killinger auf ihn niedergehen würde.

Eigentlich gute Nachrichten

Eigentlich gab es ja auch gute Nachrichten beim Telekom-Termin zu verkünden: Für Forst steht jetzt schnelleres Internet bereit. Dafür habe man rund zwölf Kilometer Glasfaser verlegt und 13 Verteilerstellen eingerichtet, wie der Regionalmanager berichtete. Mehr als 3 300 Haushalte in der Gemeinde können davon profitieren, dazu kommen bis Jahresende noch mehr als 600 weitere Haushalte hinzu. „Wichtig ist es, dass die Kunden auf uns zukommen müssen“, betonte Vogel.

Weiterer Ausbau in Ausicht gestellt

Außerdem soll dessen Angaben nach bis Ende 2019 „Supervectoring“ zur Verfügung stehen, das eine noch schnellere Internetleitung ermöglicht – von ab jetzt 100 Megabit pro Sekunde beim Herunterladen auf bis zu 250 Megabit pro Sekunde.  Mit dem Ausbau habe man einen Beitrag geleistet, die Attraktivität Forsts zu sichern. Zunächst sei es darum gegangen, schnell eine große Bandbreite nach Forst zu bringen, als nächster Schritt stehe für die Telekom der Ausbau mit Glasfaser bis ins Haus an, stellte Vogel in Aussicht.

Killingers Kritik: Schwierige Kommunikation

So weit, so gut. Dann machte jedoch Bürgermeister Killinger seinem Unmut Luft. Eigentlich hätte er gerne vom bisher schönsten Tag seiner jungen Amtszeit gesprochen, doch „die Realität sieht anders aus“. Die Kommunikation mit dem Anbieter sei mehr als schwierig. Wann die fehlenden Haushalte angeschlossen werden, wann Supervectoring komme – das habe er erst bei diesem Pressetermin erfahren, obwohl man sich seit Monaten um Informationen bemühe. Auch, dass Forst keine Modellkommune für die neueste Internettechnologie der Telekom geworden sei, habe man mehr nebenbei erfahren. Dazu kämen Beschwerden wegen schlecht eingerichteter Baustellen und Gemeinderäte, deren Wechsel zum Telekom-Angebot nicht funktioniere.

„Wir hoffen darauf, dass Sie Wort halten“

Er begrüße Vogels aktuelle Zusagen: „Wir hoffen darauf, dass Sie Wort halten“. Dieser wollte auf die einzelnen Punkte nicht eingehen, sondern sagte nur, dass er mit den Problemen der angesprochenen Gemeinderäte betraut sei. Zudem sprach auch er sich für ein vertrauensvolles Verhältnis aus.