Am Samstagmorgen ist an der Raststätte Bruchsal-West an der A5 in Richtung Süden ein vollbesetzter Reisebus auf einen Fahrbahnteiler aufgefahren. | Foto: 7aktuell

A-5-Spur lange gesperrt

Reisebus-Unfall bei Bruchsal mit 18 Verletzten

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Am Samstagmorgen ist an der Raststätte Bruchsal-West an der A5 in Richtung Süden ein vollbesetzter Reisebus ungebremst auf einen Fahrbahnteiler aufgefahren. Der Unfall ereignete sich gegen 8.15 Uhr.

Laut ersten Informationen der Polizei prallte der Fernbus ungebremst auf einen Fahrbahnteiler. Der 30-jährige französische Busfahrer wurde schwer verletzt. Neben ihm wurden zwei Fahrgäste des Busses mit rund 40 Passagieren ins  Krankenhaus gebracht. Mindestens 15 Personen trugen leichte Verletzungen davon, meldet die Polizei. Glücklicherweise wurde kein Passagier eingeklemmt: Die Feuerwehr meldet, dass alle Passagiere und auch der Fahrer den Bus selbst verlassen konnten und beim Eintreffen der Einsatzkräfte auf dem Grünstreifen warteten. Die Fahrgäste wurden in die Raststätte gebracht und dort vor Ort medizinisch versorgt.

Der Busfahrer fuhr laut Polizei nahezu ungebremst auf den Fahrbahnteiler auf. | Foto: Feuerwehr Bruchsal

Spur und Ausfahrt bis 14 Uhr gesperrt

Die Autobahn-Ausfahrt und die rechte Fahrspur der Strecke Richtung Süden blieben bis 14 Uhr gesperrt. Das Busunternehmen schickte einen weiteren Bus, um die Passagiere weiterzutransportieren. Der genaue Hergang des Unfalls ist derzeit noch unklar. Gegenüber dem SWR äußerte die Polizei den Verdacht, dass der Busfahrer am Steuer eingeschlafen sein könnte. Der Verkehr staute sich auf rund zehn Kilometern. Die Straßenverkehrszentrale Baden-Württemberg meldete auf der Strecke nach Süden durch den Stau zeitweise einen zusätzlichen Zeitaufwand von etwa 40 Minuten.

Der Fahrer und 17 Passagiere im vollbesetzten Bus wurden teilweise schwer verletzt. | Foto: Feuerwehr Bruchsal

Zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Forst und Bruchsal waren laut Meldung mit 55 Einsatzkräften und elf Fahrzeugen im Einsatz. Weitere 30 Einsatzkräfte schickte der Rettungdienst – darunter mehrere Notärzte, außerdem einen Rettungshubschrauber und 13 Fahrzeuge. Die Bergung des laut Feuerwehr „völlig zerstörten“ Busses übernahm ein Bergungsunternehmen.

Bereits am Dienstag ereignete sich auf der A5 etwas weiter südlich bei Ettlingen ein Unfall mit einem Fernreisebus. Dort fuhr ein Bus auf einen Lastwagen auf. Die Feuerwehr klagte über störende Gaffer.