Zu einem gelungenen Fest gehören Erreichbarkeit und ausreichend Parkplätze. Die Situation beim Stadtfest Waghäusel sorgte für Unmut in sozialen Netzwerken.
Zu einem gelungenen Fest gehören Erreichbarkeit und ausreichend Parkplätze. Die Situation beim Stadtfest Waghäusel sorgte für Unmut in sozialen Netzwerken. | Foto: Klumpp

Nach dem Stadtfest Waghäusel

Unmut wegen Parksituation

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Einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt bei einigen Besuchern das Stadtfest Waghäusel: Die Parkplatzsituation sorgte für Unmut, wie in der Gruppe „Stadtfest Waghäusel“ auf Facebook zu lesen war – bis gestern. Zu wenige Parkplätze seien ausgeschildert, viele Strafzettel verteilt und die Wege zum Festgelände schlecht beleuchtet gewesen.

Mit 455 beziffert Mario Herberger die Zahl aller ausgewiesenen Parkplätze am nahen Bahnhof Waghäusel. Der städtische Fachbereichsleiter für Sicherheit, Verkehr, Umwelt und Ordnung schätzt, es kamen über die vier Festtage rund 15 000 Besucher. Auf die Diskrepanz hingewiesen: „Die kamen ja nicht auf einmal, und es waren nicht viel mehr als 2013 beim Fest, als Waghäusel Große Kreisstadt wurde.“

Auch reisten viele per Rad und öffentlichen Verkehrsmitteln an. Einheimische parkten dank Ortskenntnissen in Waghäusel jenseits der Bahnlinie und kamen durch die Unterführung von der Kirrlacher Straße in Minutenschnelle zum Fest.

Beschwerden im Netz

„Verbesserungspotenzial: mehr gut beschilderte, ausgewiesene Parkplätze in direkter Nähe zum Gelände, für Familien mit kleinen Kindern wäre das besser zu gehen“, so sah das eine junge Mutter und blieb höflich. Andere formulierten: „Abzocke beim Stadtfest! Parkplätze nicht ausgeschildert, dafür ein Schilderwald an Verbotsschildern.“

Autos im Naturschutzgebiet

Ein älteres Ehepaar berichtete der Bruchsaler Rundschau, dass es jenseits der Bischof-von-Rammung-Straße parkte, am Rand der Wagbachniederung. Dort beginnt ein Naturschutzgebiet. Da auf kurzem Weg wegen einer Sperrung kein Durchkommen war, gingen sie auf einem Trampelpfad entlang der Wagbachoffenlegung, zum Ost-Eingang beim Martin-von-Cochem-Haus. Die Senioren umliefen das ganze Festivalgelände, denn das Festzelt stand zwischen Bischof-von-Rammung-Straße und Von-Cochem-Haus in der entfernteren Hälfte des Geländes.

„Wer im Naturschutzgebiet parkt und dann auf einem nicht öffentlichen Weg läuft, dem ist nicht zu helfen“, sagt Herberger zu diesen Schilderungen. Er bestätigt: Ein absolutes, beidseitiges Parkverbot und darum auch Strafzettel gab es entlang der Bischof-von-Rammung-Straße, vom Kloster bis zum Bahnhof – erforderlich wegen Rettungsweg und Bahnhofszufahrt.

Zufahrten waren bekannt

Sperrungen und Zufahrten habe das Fest-Komitee aber im Vorfeld veröffentlicht. THW und andere hätten die Wege vom Osteingang über die Eremitage zum Fest und vom Zugang zwischen der frei zugänglichen Bar und dem eintrittspflichtigen Festzelt beleuchtet.