Kurs auf Östringen nehmen am Sonntag die Radprofis auf der Schlussetappe der Deutschland-Tour. | Foto: dpa

Deutschland-Tour in Östringen

Vorfreude auf Rad-Festival

Anzeige

Östringen rückt am Sonntag in den Blickpunkt der Radsportfans. Die Profis passieren auf der Schlussetappe der Deutschland-Tour die Stadt im Kraichgau. Unter den Fahrern werden auch prominente deutsche Pedaleure wie Marcel Kittel, André Greipel und Pascal Ackermann sein.

Klaus Mohr und Klemens Maier haben den Sonntag, 26. August, in ihren Kalendern dick angestrichen. „Es ist sehr gut für unsere Region, ein solches Großereignis hier zu haben“, betont Mohr, der Vorsitzende des Radsport-Teams Kraichgau. Und Maier, der erste Mann beim Radsportverein Edelweiß Oberhausen, erklärt: „Unser Verein wird mit einigen Leuten an der Strecke sein. Vor allem unsere jungen Sportler sollen die Profis hautnah erleben können.“

Auf der vierten und letzten Etappe der Deutschland-Tour von Lorsch nach Stuttgart passieren internationale Spitzenpedaleure und deutsche Ausnahmekönner wie André Greipel oder Marcel Kittel am Sonntag Östringen. „Die Vorfreude bei den Radsportfans wächst bereits, denn sie können an der Strecke kostenlos dabei sein, um dieses Spitzensport-Ereignis live zu erleben und ein wahres Fahrrad-Festival zu feiern“, heißt es im Rathaus der Kraichgaustadt. Deren Ordnungsamts-Mitarbeiter waren in die der Vorbereitung des Spektakels eingebunden. Polizei und Rettungsdienste werden am Sonntag bereit stehen.

Einschränkungen im Straßenverkehr

Das Fahrerfeld erreicht Östringen von Mühlhausen her. Über die Franz-Gurk-Straße rollt der Tross zur Bundesstraße 292 und folgt ihr bis zur Stadtmitte. An der Einmündung der Kuhngasse geht es in Richtung Odenheim weiter bis zum Schindelberg. Die Gemeindeverbindungsstraße zum Stifterhof, die Kreisstraße 3517 nach Eichelberg und anschließend nach Elsenz sind weitere Abschnitte der Schlussetappe in Richtung Landeshauptstadt.

„Für die Anwohner der Strecke kommt es zeitweise zu verkehrlichen Einschränkungen“, teilt die Östringer Verwaltung mit: „In Abstimmung zwischen den Genehmigungs- und Sicherheitsbehörden, den Kommunen und der Rennleitung werden die Beeinträchtigungen allerdings so gering wie möglich gehalten.“ In der Stadt wird es zwischen 12.45 und 14.30 Uhr voraussichtlich Vollsperrungen geben.

Profirennen in Oberhausen geplant

Vor den Radsportlern wird ein Team des Veranstalters mit der Polizei unterwegs sein und mit einer roten Flagge den Streckenordnern signalisieren, die Vollsperrungen einzurichten. 15 Minuten später rücken die Protagonisten der Rundfahrt ins Rampenlicht, die innerhalb von etwa 20 Minuten den Streckenabschnitt passiert haben werden. Die Polizei und ein sogenannter Besenwagen geben anschließend mit einer grünen Flagge die Straße wieder frei.

Der RSV-Vorsitzende Maier wird sich die Szenerie auf und an den Straßen von Östringen ganz genau anschauen. In Oberhausen gibt es derzeit nämlich Überlegungen, in zwei Jahren selbst ein Straßenrennen für Profis zu organisieren; 2020 feiert der Verein seinen 100. Geburtstag.
Erfahrungen mit Großereignissen hat die Führungscrew des RSV Edelweiß mit dem ehemaligen Madison-Weltmeister Erik Weispfennig bei ihren stark besetzten Sixdays-Nights in den vergangenen Jahren gesammelt.