Laderampe bei Johnsons Control
ENDGÜLTIGES AUS BESCHLOSSEN: Eine verwaiste Laderampe bei Johnson Controls in Waghäusel steht sinnbildlich für die jetzt besiegelte Schließung des Werks. | Foto: ber

Werkschließung besiegelt

Waghäusel: Aus für Johnson Controls

Der US-amerikanische Automobilzulieferer Johnson Controls schließt seine Produktion in Waghäusel. Wie die Badischen Neuesten Nachrichten erfuhren, haben sich Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter nach monatelangen Verhandlungen auf einen Interessenausgleich geeinigt. Die Maßnahmen zur Werksschließung sollen bereits zum 31. Mai beginnen. Für viele der rund 150 Beschäftigte sieht es jetzt düster aus.

Wie Rainer Wacker, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Bruchsal-Bretten, den Badischen Neuesten Nachrichten sagte, haben sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite auf einen Interessenausgleich und einen Sozialplan geeinigt. Betroffen sind den Angaben zufolge insgesamt 146 Mitarbeiter, 141 davon sollen in eine auf zwölf Monate ausgelegte Transfergesellschaft eintreten. Laut IG Metall sind viele ältere sowie an- und ungelernte Arbeitnehmer bei Johnson Controls beschäftigt.

Stilllegung in Waghäusel in drei Wellen

Im September hatte der Us_Konzern seine Schließungspläne öffentlich gemacht. Jetzt sind sie besiegelt. Wie Rainer Wacker, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Bruchsal-Bretten, den Badischen Neuesten Nachrichten sagte, haben sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite auf einen Interessenausgleich und einen Sozialplan geeinigt.
Betroffen sind den Angaben zufolge insgesamt 146 Mitarbeiter, 141 davon sollen in eine auf zwölf Monate ausgelegte Transfergesellschaft eintreten. Für viele von ihnen sehen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt wohl düster aus: Laut IG Metall sind viele ältere sowie an- und ungelernte Arbeitnehmer bei Johnson Controls in Waghäusel beschäftigt. Die Maßnahmen zur geplanten Betriebsstilllegung sollen laut IG Metall „in drei Wellen“ abgewickelt werden, so hieß es. Die Maßnahmen sollen zum 31. Mai beginnen und bis spätestens im Oktober abgeschlossen sein, wie es hieß.

IG Metall widerspricht Johnson Controls

Johnson Controls produziert am Standort Waghäusel Kopfstützen für die Automobilindustrie. Als Begründung für die Schließungspläne hatte das US-Unternehmen mit Hauptsitz in Milwaukee schwierige Marktbedingungen und weggefallene Aufträge in Europa genannt. Gewerkschaftschef Wacker widerspricht: „Von schlechter Nachfrage ist im Werk in Waghäusel nichts zu spüren. Aus unserer Sicht ist der Nachweis der mangelnden Wirtschaftlichkeit nicht erbracht.“ Johnson Controls hatte die Schließungspläne vergangenen September öffentlich gemacht.

Weitere Schließungspläne in der Region

Die geplante Werksschließung ist eine von mehreren in der Region. Ebenfalls noch in diesem Jahr will der Pressenhersteller Schuler sein Werk in Waghäusel schließen. Dort sind ebenfalls rund 150 Beschäftigte betroffen. Und in der Nachbarstadt Philippsburg plant Goodyear die Schließung seines Reifenwerks mit knapp 900 Beschäftigten.


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