Am Bruchsaler Europaplatz tut sich was. Burger war gestern. | Foto: cz

Bruchsal kulinarisch

Wechsel am Euro: Neuer Pächter für altes „Liebesbeef“

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Liebesbeef war gestern – Enfes ist morgen: Am Bruchsaler Europaplatz kehrt in den kleinen Pavillon gegenüber dem Kino wieder kulinarisches Leben ein. Schon Anfang September soll es losgehen, mit mediterranen Speisen, mit Tapas und Antipasti, mit modernem Ambiente und auch mit Döner.

Döner modern interpretiert

Besitzer Andreas Gehard bestätigt gegenüber der Rundschau: „Es soll ein gemütliches Bistro mit mediterranen Speisen entstehen.“ Dafür hat man den Wirt Hilal Gönen gewinnen können, der bisher ein ähnliches Konzept in Dessau in Sachsen-Anhalt betreibt, dort aber weggeht, um in Bruchsal neu durchzustarten. Hauptpächter ist die Brauerei Hoepfner. Sie betreibt sowohl den Pavillon als auch das Wirtshaus nebenan und setze ebenfalls große Stücke auf das neue Konzept. Im Januar 2018 kam die Nachricht: Aus für den ambitioniert gestarteten Burgerladen „Liebesbeef“. Der neue Wirt Gönen setzt bewusst auf den „mediterranen Mix und Döner modern interpretiert“.

Wirtshaus auf gutem Weg

Seit über einem Jahr stand die Location leer, während nebenan im Wirtshaus gleich mehrere Wirte ihr Glück versuchten. Mit Andreas Hill, so ist Gehard überzeugt, sei man jetzt auf dem richtigen Weg. Der Bruchsaler Hill, der bisher in Karlsruhe das Lokal im Exoten-Haus im Zoo betrieben hat, will sich künftig stärker auf Bruchsal konzentrieren. Das „Exo“ wird schließen. „Ich setze auf badisch-regionale Küche“, erklärt Hill. Das Mittagsgeschäft habe er aber zumindest über den Sommer auf Eis gelegt. Für Herbst kündigt Hill weitere Events wie ein Oktoberfest an oder ein zünftiges Wirtshaus-Frühstück. Außerdem sollen mehr Veranstaltungen stattfinden. Ähnliches praktiziert Gehard schon länger auf dem Europaplatz, zuletzt etwa bei einem sommerlichen Flamenco-Abend und demnächst mit einem Herbstmarkt. Nächstes Jahr feiert der Europaplatz in seiner jetzigen Form Zehnjähriges. Auch dafür haben Gehard und seine Wirte bereits Ideen.

Gastronomie im Umbruch

Die Gastroszene in Bruchsal ist also in Bewegung, weiß auch Margrit Csiky vom Stadtmarketing. Sie bricht eine Lanze für die Wirte, die Anforderungen seien immer strenger, gutes Personal zu finden wird schwieriger. Außerdem werde die Konkurrenz etwa durch Street-Food-Märkte immer größer. „Da muss man auch als Stadt mit Augenmaß rangehen“, erklärt sie.
Unterdessen tut sich rund um den Kübelmarkt etwas: Beim einstigen Gemüse-Rombel, wie manche Bruchsaler noch heute sagen, an der Großen Brücke, soll künftig ebenfalls eine Gaststätte entstehen. Nur wenige Meter weiter Richtung Innenstadt hat dagegen die kleine „Schnitzelakademie“ nicht lange überlebt. Dort ist schon wieder Leerstand. Dafür wirbt jetzt „Pasita“ hinter der Stadtkirche mit „the fine Art of pizza“ um Gäste. Das kleine Bistro im modernen, dunklen Look spricht vor allem Arbeitnehmer an, die in der Mittagspause in der City auf der Suche nach etwas zu essen sind.