In Bad Schönborn laufen die Triathleten beim Ironman Kraichgau auch 2019 ins Ziel. Für die drei Jahre danach laufen die Verhandlungen. | Foto: Archiv Alabiso

Triathleten denken bis 2022

Weiter Ironman im Kraichgau?

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Wenn in der Chefetage der Veranstalterfirma des größten Sportevents in der Region der Chef wechselt – wie im Fall des „Ironman Kraichgau“ –, lohnt es, genau hinzusehen, was Neues kommt. Abgesehen von der Person des Geschäftsführers der Ironman Germany GmbH ist das Neue überschaubar. Denn das heißt: Aller Voraussicht nach wird es den populären Triathlonwettbewerb auch über 2019 hinaus geben.

Zuschauerspektakel

In diesem Jahr waren weit über 3 000 Sportler zwischen Ubstadt-Weiher, Östringen, Kraichtal und Bad Schönborn unterwegs. An die 40 000 Zuschauer lockte das Spektakel in den vorderen Kraichgau. An dem Wettkampf nahmen stets Stars der Szene wie die Weltmeister Jan Frodeno, Sebastian Kienle und Patrick Lange teil.

Vertag endet

Gespannt waren die Bürgermeister der an der Wettkampfstrecke liegenden Gemeinden jetzt wegen der Fortführung des Rennens, für das die Verträge mit 2019 auslaufen. Dies auch deshalb, weil mit Björn Steinmetz sozusagen der Urvater des Triathlon-Wettkampfes nach rund fünf Jahren nicht mehr an der Spitze der Ironman Germany steht. Er hat die Firma verlassen, nachdem er schon in der Ära vor „Ironman“ das Rennen organisierte. Vor 15 Jahren gründete der aus der Region stammende Steinmetz das „Kraichgau Triathlon Festival“, das schon bald unter der Marke „Challenge“ zu einer der großen Veranstaltungen dieses boomenden Sport wurde, die aus Schwimmen, Radfahren und Laufen besteht.

Triathlon-Urgestein

Mit Oliver Schiek stellte sich nun ein neues Gesicht den Bürgermeistern vor, wie Tony Löffler, Rathauschef in Ubstadt-Weiher, bestätigt. Es sei bei dem Treffen mit den neuen „Ironman“-Vertreter um die Veranstaltungsjahre 2020 bis 2022 gegangen. Insgesamt sei er zuversichtlich, dass der etablierte Wettkampf, der der Region einen materiell nicht messbaren Popularitätswert und vielen Betrieben ganz direkte Einnahmen bringe, auch künftig stattfinde.

Nachjustierungen

„Baustellen“ gebe es aber noch: So müsse beim Thema Helferentschädigung nachjustiert werden. Ironman will die Resonanz bei den Medien erhöhen. Zudem wurde über die Gewährleistung der Sicherheit an der Radstrecke gesprochen. Alles indes Sachverhalte, die zumindest aus Löfflers Sicht nicht unlösbar erscheinen – auch wenn es in den einzelnen Orten teilweise etwas unterschiedliche Ansichten gibt.
Unterschiedlich waren wohl auch die Auffassungen von Björn Steinmetz und der Firma Ironman über die weitere Entwicklung der Triathlon-Wettbewerbe. Steinmetz ist deshalb schon seit über drei Monaten nicht mehr für Ironman tätig. Dem Triathlon will er freilich verbunden bleiben. Für 2019 strebt er die Teilnahme bei der WM auf Hawaii an.