FOTO: Jochen BLUM; Bad-Schoenborn; DEU; 03.06.2018; Leichtathletik, Triathlon: Ironman 70.3 Kraichgau; im Bild: Sieger Jan Frodeno;
Vorjahres-Sieger Jan Frodeno bei der Ankunft im Ziel. | Foto: Jochen Blum

Triathlon

Weltmeister Jan Frodeno geht im Kraichgau an den Start

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Wenn am Sonntag ab 9 Uhr die fast 3.000 Triathleten auf die Strecke gehen, wird sich der Kraichgau wieder einmal von seiner schönsten Seite zeigen. Das lässt zumindest der Wetterbericht hoffen – Temperaturen knapp unter der 30-Grad-Marke und Sonnenschein sind angesagt. Und für seine schöne Landschaft mit den 1.000 Hügeln ist die Region, die mitunter gerne auch als „Toskana Deutschlands“ bezeichnet wird, ohnehin berüchtigt. Das macht den „Sparkasse Ironman Kraichgau 70.3“, der am Sonntag in seine mittlerweile 15. Ausgabe geht, auch bei den Sportlern populär und herausfordernd zugleich.

Ihren Reiz hat die Strecke, die vom Hardtsee in Ubstadt-Weiher über Kronau, Östringen, Menzingen, Flehingen und Büchig führt und nach dem Rückweg in Bad Schönborn abschließt, auch für die Zuschauer. An zahlreichen Hotspots entlang des Weges können sie sich versammeln, um die Athleten anzufeuern, unter anderem auch am berüchtigten Schindelberg zwischen Östringen und Odenheim, dessen zweimalige Überwindung den Sportlern die größten Kraftreserven entlocken dürfte.


Sprintdistanz am Samstag

Es ist jedoch nicht nur die Hauptveranstaltung am Sonntag, die den Ironman Kraichgau zum mit Abstand größten Sport-Event der Region macht. Das Rahmenprogramm bietet weitaus mehr. Bereits am Freitag geht ab 18 Uhr der „Iron Girl“ für Frauen und Mädchen in Mingolsheim über die Bühne. Nach diesem Lauf über sechs Kilometer gibt es Livemusik mit der Band „Mama Lauda“. Der Samstag ist dann für die Triathlon-Bundesligisten reserviert. Über die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer laufen) ist höchstes Tempo garantiert. Die Frauen starten um 18.30 Uhr am Hardtsee in Ubstadt-Weiher, die Männer gehen um 20 Uhr auf die Strecke. Bereits um 16.30 Uhr beginnt der „Iron Kids“ für die kleinsten Athleten. Unterhaltung auf der Bühne in Weiher bietet am Abend dann die Rockformation „Handmade“.

Zum Start in den Weiherer Baggersee

Am Sonntag beim großen Ironman Kraichgau 70.3 über die Mitteldistanz sind es dann die Profis, die um 9 Uhr vor allen anderen Startern ins kühle Nass des Weiherer Baggersees dürfen. Der Name des Triathlons, der zur Rennserie mit weiteren Stationen etwa auf Mallorca, in Schweden und Großbritannien gehört, leitet sich aus der Summe der Einzeldistanzen und deren Umrechnung in Meilen ab. Die 1,9 Kilometer Schwimmen (1,2 Meilen), 90 Kilometer Radfahren (56 Meilen) und 21,1 Kilometer laufen (13.1 Meilen) ergeben in der Summe exakt die 70.3 (Meilen) aus dem Markennamen der Serie. 30 Männer und neun Frauen gehören zu den Profis, die am Sonntag ins Rennen gehen.

Weltmeister Jan Frodeno im Kraichgau dabei

Darunter ist auch Vorjahressieger Jan Frodeno, der sich erneut Chancen auf den ersten Platz ausrechnet. Zu seinen härtesten Konkurrenten gehört Lokalmatador Markus Rolli aus Waghäusel, der bei seinem Heimat-Wettbewerb mit der Startnummer zwei auf die Strecke geht. Bei den Frauen zählen die Belgierin Alexandra Tondeur und Anna-Lena Pohl aus Griesheim zu den Favoritinnen.

Lokalmatador Markus Rolli

Bei der Pressekonferenz am Freitagmittag in Bruchsal machte Frodeno keinen Hehl daraus, dass er sich erneut gute Chancen auf den Sieg ausrechnet. Er profitiert davon, dass der Vorjahres-Zweite, Patrick Lange, diesmal nicht an den Start geht. „Ich will mich aber ohnehin nicht auf einen Gegner fokussieren, weil sonst ist am Ende ein anderer ganz vorne“, sagte der zweifache Weltmeister. Mit Rückenwind kommt Rolli zu seinem Heimwettbewerb.

 

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Hoping for more of this on the weekend. Happy Friday everyone! 📷 @fx_makesapicture

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Der 27-Jährige gewann im März den Ironman 70.3 auf den Philippinen mit einer starken Leistung. Mit den 3:49:29 Stunden, die er benötigte, würde er nah an den Kraichgau-Streckenrekord von Andreas Raelert aus dem Jahr 2012 herankommen (3:48:15). Allerdings ist die Radstrecke im Land der 1.000 Hügel deutlich anspruchsvoller, wobei sich Rolli davon nicht beeindrucken lässt: „Die Hügel liegen mir, der Heimvorteil ist also schon da“, so Rolli.