Er verkürzt den Autofahrern die Wartezeit. Seit Neuestem steht diese Minion-Figur am Bahnübergang Holzindustrie. | Foto: Heintzen

Ganz Bruchsal rätselt

Wie kommt der Minion an den Bahnübergang?

Es ist DER Hingucker am Bruchsaler Bahnübergang: Der Minion, der an der Holzindustrie direkt am Gleis steht und nicht nur die wartenden Autofahrer erfreut. Auch Lokführer wurden schon dabei gesichtet, wie sie beim Vorbeifahren von der Figur Handyfotos schießen. Und in den sozialen Netzwerken rätselt man eifrig, wer wohl so kreativ war. Mutiert das beliebte Motiv womöglich bald zum Internethit?

Radarscanner überwacht den Bahnübergang

Doch wie kommt der Minion bloß nach Bruchsal? Fest steht: Die Figur ist eigentlich ein fest installierter Radarscanner. An vollbeschrankten Bahnübergängen mit vier Schranken überwacht er die Fläche dazwischen. Bliebe etwa ein Auto auf den Gleisen liegen, würde der Scanner dies feststellen und die anfahrenden Züge am Weiterfahren hindern.

Funktion ist nicht eingeschränkt

Eigentlich ist das Gerät ein graues Ei, für den unbekannten Künstler wohl die perfekte Einladung, den Kasten zu „verschönern“. Die eierförmigen Minion-Figuren aus den amerikanischen Animations-Kinofilmen begeistern schon seit einigen Jahren nicht nur die Kinder.
Für die Deutsche Bahn läuft die Aktion unter dem Stichwort „Graffiti“. „Die Funktion des Überwachungsgerät ist dadurch aber nicht eingeschränkt“, erklärt ein Pressesprecher der Bahn nüchtern. Vielleicht aber verkürzt die kreative Sachbeschädigung ja den Autofahrern am Bahnübergang Holzindustrie die oft lange Wartezeit.