Windräder
Der geplante Windpark im Lußhardtwald beschäftigt die Region. In St. Leon-Rot gibt es am 16. Januar eine Infoveranstaltung der neuen Betreiber zum aktuellen Planungsstand. | Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Neuer Betreiber informiert

Windpark-Gegner fürchten um das Trinkwasser im Lußhardt

Anzeige

Nach Waghäusel und Kronau findet nun auch in St. Leon-Rot eine Info-Veranstaltung zum geplanten Windpark Lußhardt statt. Nach dem Rückzug der Waghäuseler Wircon GmbH aus der Entwicklung von Windparkprojekten in Deutschland wird die Karlsruher Altus AG als neuer Betreiber über den aktuellen Planungsstand informieren.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 16. Januar, ab 19 Uhr im Harres Veranstaltungszentrum in St. Leon-Rot statt. Im Foyer der Halle werden ab 18 Uhr Informationsstände angeboten.

Infoveranstaltung in St. Leon-Rot

An der Informationsveranstaltung werden neben Vertretern der Altus AG, die mehrere Gutachten erarbeitet, auch Umwelt-Staatssekretär André Baumann, St. Leon-Rots Bürgermeister Alexander Eger sowie der Kreis-Umweltdezernent Jörg Menzel teilnehmen.

Nach einer einführenden Information durch die Altus AG stehen auch Vertreter des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland und der Bürgerinitiative für Fragen zur Verfügung. In St. Leon-Rot treibt die Vertreter der Bürgerinitiative Gegenwind Lußhardt vor allem die Sorge um das Trinkwasser um.

Mehr zum Thema: Demonstration der Bürgerinitiative Gegenwind sorgt für Irritationen

Windräder im Wasserschutzgebiet

Die geplanten Windräder – zehn auf den Gemarkungen von Waghäusel, Kronau, Bad Schönborn und St. Leon-Rot – stehen auf dem Gelände eines Wasserschutzgebiets zwischen St. Leon-Rot, Kirrlach und der A5. Die Bürgerinitiative befürchtet, dass Flüssigkeiten austreten könnten oder nach dem Brand Stoffe in den Boden gelangen. Der Wassergewinnungszweckverband Hardtwald hat im Sommer bereits Bedenken angemeldet, da ein geplanter Brunnen nur 500 Meter von einem Windrad entfernt ist.

Rahmenbedingungen werden schlechter

Wie berichtet, klagt die Windenergiebranche über eine längere Verfahrensdauer und eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen. Erst im Dezember hat der Verwaltungsgerichtshof Mannheim einen Baustopp für zwei Windparks im Schwarzwald verhängt. Bemängelt wurden fehlende Ausgleichsmaßnahmen für Rodungen und Genehmigungen ohne Rechtsgutlage. Ob die Entscheidung Konsequenzen für den Windpark im Lußhardwald hat, ist offen. Der Antrag wurde noch nicht gestellt.