Die Fürst-Stirum-Klinik hat alle 1.000 Mitarbeiter auf Covid-19 testen lassen. Mittlerweile sind 46 in häuslicher Quarantäne. Zwei von zwölf infizierten Patienten liegen auf der Intensivstation. | Foto: dpa

Mehr Tests vorgesehen

Zahl der Covid-19-Fälle bei Bruchsaler Klinik-Mitarbeitern steigt

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Die Zahl der mit Covid-19-infizierten Mitarbeiter in der Fürst-Stirum Klinik in Bruchsal ist über das Wochenende weiter gestiegen: Mittlerweile sind nach Angaben des Kliniksprechers Alexander Tsongas zehn Mitarbeiter in häuslicher Quarantäne.

Gleich geblieben ist die Zahl der infizierten Patienten mit zwölf Personen – zwei davon befinden sich in intensivmedizinischer Behandlung. Auch die Zahl der Mitarbeiter, die in engem Kontakt mit den Infizierten standen, liegt weiter bei 36. Sie wurden ebenfalls in häusliche Quarantäne geschickt.

Fast alle Testergebnisse der 1.000 Mitarbeiter liegen vor

„Eine Vorsichtsmaßnahme“, so Kliniksprecher Tsongas, weil sie möglicherweise infiziert sein könnten, aber keine Symptome zeigen. Nach dem Anstieg der Covid-19-Fälle in Bruchsal vor einer Woche wurde alle 1.000 Mitarbeiter der Einrichtung getestet.

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Mittlerweile liegen fast alle Testergebnisse vor. Normalerweise werden Mitarbeiter nicht flächendeckend getestet. Auch dies sei eine Vorsichtsmaßnahme. Laut den RKH-Kliniken kommen die infizierten Mitarbeiter und Patienten nicht aus einer speziellen Station.

Ein Test ist nur eine Momentaufnahme

Wo liegt die Ursache der steigenden Infektionszahlen? Ist ein Mitarbeiter dafür verantwortlich oder hat ein hustender Patient seine Zimmernachbarn angesteckt? Dies lässt sich nach Einschätzung der Klinikleitung nicht mehr feststellen: „Wenn sie heute ein negatives Testergebnis bekommen, kann das 24 Stunden später schon wieder hinfällig sein und sie sich zwischenzeitlich woanders angesteckt haben. Ein Test ist nur eine Momentaufnahme“, so der Kliniksprecher.

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Patienten würden vor der stationären Aufnahme grundsätzlich getestet. Aber auch ein Test könne in die Irre führen, etwa wenn nicht richtig und damit tief genug beim oder hinter dem Zäpfchen getestet werde. Auch vom Sekret im Rachenraum müsse eine Probe entnommen werden. Zeige ein Patient Symptome, werde er notfalls auch mehrmals getestet.

FFP2-Masken für alle Mitarbeiter

Als Vorsichtsmaßnahme tragen alle Mitarbeiter mit Patientenkontakt in Bruchsal nun die höherklassigen FFP2-Schutzmasken. Nicht nur die Mitarbeiter in der Isolierstation des Covidzentrums, die außerdem mit Visieren und Schutzanzügen ausgerüstet seien. Auch die Mitarbeiter, die sonst nur einen Mund-Nasen-Schutz tragen, haben nun FFP2-Masken erhalten.

Besucherstopp bis Mittwoch

Bis einschließlich Mittwoch bleibt der Besucherstopp in der Fürst-Stirum-Klinik auf jeden Fall in Kraft. „Dann muss man die Entwicklung weiter betrachten“, so Pressesprecher Tsongas.