Um den Chefsessel im Ubstadt-Weiherer Rathaus an der Bruchsaler Straße wetteifern Amtsinhaber Tony Löffler, Friedhild Miller und Philipp Hasselbach. Die Bürgermeisterwahl ist am Sonntag, 6. Mai. | Foto: Gärtner

Wahl in Ubstadt-Weiher

Zwei Gegenkandidaten für Löffler

Der Wahlausschuss von Ubstadt-Weiher hatte das letzte Wort. Unter dem Vorsitz von Axel Wermke entschied das Gremium am Montagabend, für die Bürgermeisterwahl alle drei Bewerber zuzulassen. Am Sonntag, 6. Mai, entscheiden die knapp 11 000 Stimmberechtigten, wer in den nächsten acht Jahren federführend die Geschicke in Ubstadt, Weiher, Zeutern und Stettfeld lenken wird: Amtsinhaber Tony Löffler (CDU), die parteilose Friedhild Miller oder Philipp Hasselbach von der Partei Die Rechte. Oben auf den Stimmzetteln wird der Name von Löffler stehen, da er als Erster sein Interesse am Posten des Rathauschefs in seiner Heimatgemeinde bekundet hatte.

Tony Löffler                                                                                                                                 Foto: pr
Friedhild Miller                                                                                                                            Foto: pr
Philipp Hasselbach 
Philipp Hasselbach | Foto: Bayerischer Rundfunk

Der 59 Jahre alte Familienvater hatte vor seiner Wahl 2010 zum Bürgermeister viele Jahre als Hauptamtsleiter in Ubstadt-Weiher Erfahrungen als Verwaltungsfachmann gesammelt und ist Mitglied des Kreistags. Als wichtigste Ziele in den kommenden Jahren nennt Löffler unter anderem die Stärkung der Infrastruktur mit ÖPNV, Breitbandversorgung, Gewerbebauplätzen sowie die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung und die von Gütern des täglichen Bedarfs.

Bewerbung um zwei Dutzend Ämter

Aus Sindelfingen kommt die 48-jährige Miller, die sich in Ubstadt-Weiher und weiteren rund zwei Dutzend Ämtern um die Chefposten bewirbt. Sie kandidiere, „damit ich Presse bekomme für meinen Kampf für Kinder und Menschenrechte“, sagte die gebürtige Böblingerin gegenüber der Bruchsaler Rundschau. Sie bezeichnet sich als „Aufdeckungspolitikerin“ und als „Familienhelferin“, die unentgeltlich Bedürftigen unter die Arme greife. Ob sie – im Gegensatz zum Termin jüngst im badischen Weingarten – zu den Präsentationen in Ubstadt-Weiher erscheinen wird, ließ Miller offen, da sie derzeit nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis sei.

Mehrfach vorbestraft

Wenige Stunden vor dem Ende der Bewerbungsfrist hatte Hasselbach, der Landesvorsitzende der neonazistischen Partei Die Rechte in Bayern, seinen Hut in den Ring geworfen. Der 30-jährige gebürtige Essener wohnt in Straubing. Er ist nach Recherchen des Bayrischen Rundfunks (BR) mehrfach vorbestraft und schon einmal unter dem Verdacht der Volksverhetzung festgenommen worden. Hasselbach war gestern telefonisch nicht zu erreichen.

Die Kandidaten stellen sich am Dienstag, 17. April, in Zeutern, am Mittwoch, 18. April, in Stettfeld, am Mittwoch, 25. April, in Ubstadt und am Donnerstag, 26. April, in Weiher vor. Beginn der Veranstaltungen ist jeweils 19.30 Uhr.