Wer zieht nach dem 9. Juli als Oberbürgermeister ins Rathaus ein? Der Blick in die Glaskugel hilft nicht unbedingt weiter | Foto: Heintzen

Ende der Bewerbungsfrist

Zwei Männer und eine Frau – Bruchsal hat am 9. Juli die Wahl

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Seit Montagabend, 18 Uhr, steht fest: Drei Kandidaten schicken sich an, Oberbürgermeister von Bruchsal zu werden. Pünktlich zum Ende der Bewerbungsfrist wurde der Briefkasten am Rathaus geleert: Es fand sich darin keine weitere Bewerbung, erklärt Rechtsamtsleister Moritz Heidecker auf BNN-Anfrage.

Amtsinhaberin führt den Wahlzettel an

Daher sieht der Wahlzettel für den 9. Juli voraussichtlich wie folgt aus: Die parteilose Amtsinhaberin Cornelia Petzold-Schick steht an erster Stelle. Sie hat ihre Unterlagen gleich zu Beginn abgegeben und bekommt damit den ersten Platz auf dem Zettel. Ihr folgen wird Marco Doneit, der 25-jährige Helmsheimer, der für „Die Partei“ antritt und der als Zweiter seine Unterlagen eingeworfen hat. Die bis zum Wochenende noch fehlenden Unterschriften hat Doneit mittlerweile nachgereicht.  Dritter im Bunde ist der parteilose Stadtrat Bernd Reißer. Er hat zwischenzeitlich nicht nur seine Bewerbung abgegeben, sondern auch die 50 Unterstützerunterschriften eingesammelt.

 

Wahlausschuss hat das letzte Wort

Bruchsal ist die größte Stadt im Landkreis Karlsruhe. Wahlberechtigt am 9. Juli sind insgesamt 34.729 Bürger ab 16 Jahren, davon sind 17.281 männlich und 17.448 weiblich. Am Dienstag, 18 Uhr, tritt der Gemeindewahlausschuss öffentlich im Sitzungssaal des Rathauses zusammen, um festzustellen, ob alle Kandidaten die geforderten Voraussetzungen erfüllen.

Drei Vorstellungsrunden

Die Stadt organisiert drei Kandidaten-Vorstellungen: am 29. Juni im Bürgerzentrum Bruchsal, am 30. Juni in der Bundschuhhalle in Untergrombach und am 3. Juli in der Sporthalle Heidelsheim, voraussichtlich jeweils ab 19 Uhr. Dann haben alle Kandidaten Gelegenheit, sich und ihr Programm vorzustellen und sich den Fragen der Wahlberechtigten zu stellen. Derweil haben die drei Kandidaten ihren Wahlkampf längst begonnen – und zwar in gänzlich unterschiedlicher Intensität: Von Amtsinhaberin Petzold-Schick hängen bereits Wahlplakate in der Stadt. Sie will in ihre zweite Amtszeit starten und wirbt vor allem vor Ort für ihre Politik. Cornelia Petzold-Schick hat bereits acht Termine in Bruchsal und den Stadtteilen absolviert und sich dort den Fragen der Bürger gestellt. Weitere Termine sind geplant. „Es kamen zum Teil bis zu 100 Bürger mit den unterschiedlichsten Fragen und Anliegen“, resümiert die OB. Ihre Kandidatur wird von SPD, Grünen, FDP und Freien Wählern unterstützt.

Reißer wird von der „BiB“ unterstützt

Stadtrat und Frauenarzt Bernd Reißer hat bislang einen Wahlkampftermin mit knapp 30 Zuhörern absolviert, aber weitere in Aussicht gestellt. Er wird von der „Bürgerinitiative Bruchsal“, kurz BiB unterstützt. Seit einigen Tagen hat Reißer auch eine Internet-Seite. Diese Woche sollen Plakate in der gesamten Stadt folgen, kündigt er an.

Zweiter Wahlgang wäre am 23. Juli

Marco Doneit von „Die Partei“ will nach eigenen Angaben kein Spaßkandidat sein, gibt sich gleichwohl aber satirisch, wenn er beispielsweise die „Speiseeisbremse“ einfordert. Sein Wahlkampf, so hat er bereits angekündigt, wird hauptsächlich aus „Klinkenputzen“ bestehen.

Sollte keiner der Kandidaten bei der Wahl am 9. Juli, auf Anhieb die absolute Mehrheit erreichen, gibt es einen zweiten Wahlgang am 23. Juli. Dann reicht die einfache Mehrheit.