Zwei der 115 Personen, die am Samstag aus Wuhan in China in die Quarantänestation nach Germersheim in der Südpfalz gebracht worden waren, haben sich mit dem Corona-Virus infiziert. | Foto: Uwe Anspach/dpa

Information des Landratsamtes

Germersheimer Quarantäne: Zwei Personen an Coronavirus erkrankt

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Zwei der 115 Personen, die am Samstag aus Wuhan in China in die Quarantänestation nach Germersheim in der Südpfalz gebracht worden waren, haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das hat das Landratsamt Germersheim am Sonntag in einer Pressemitteilung bekanntgegeben.

Die beiden wurden am Sonntag aus der Kaserne in Germersheim (Rheinland-Pfalz) in das Frankfurter Uniklinikum gebracht. „Die betroffenen Personen haben diesen Befund gefasst aufgenommen und wurden isoliert“, hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Luftwaffe, des Deutschen Roten Kreuzes sowie des Landkreises und der Stadt Germersheim.

113 China-Rückkehrer in der Kaserne

Ein Sprecher der Luftwaffe sagte, es handele sich um zwei Erwachsene. Insgesamt seien nun noch 113 China-Rückkehrer in der Südpfalz-Kaserne. Für die Bevölkerung in Germersheim, aber auch für die zivilen und militärischen Helfer, bestehe „kein Grund zur Sorge“, hieß es am Sonntag.

Wegen der neuen Lungenkrankheit hatte die Bundeswehr Deutsche und ihre Angehörige aus der stark vom Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan in China zurückgeholt. Der Flieger mit mehr als 120 Passagieren war am Samstagnachmittag am Frankfurter Flughafen gelandet.

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115 von ihnen wurden nach medizinischen Untersuchungen am Samstagabend zu einer Kaserne nach Germersheim (Rheinland-Pfalz) gebracht, in der sie die nächsten zwei Wochen in Quarantäne verbringen müssen. Da die Erkrankung bis zu zwei Wochen nach der Infektion ausbrechen kann, ist die Quarantäne nötig.

Aufnahme verlief ruhig

Ein Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hatte am Morgen gesagt, die Aufnahme der Rückkehrer sei ruhig verlaufen. Nach der Ankunft am späten Abend in Germersheim seien die Zimmer verteilt worden, vereinzelt habe der Betrieb bis etwa 3 Uhr morgens gedauert. Die Menschen seien im Quarantäne-Block auf drei getrennte Stockwerke verteilt, um die Ansteckungsgefahr möglichst gering zu halten, sagte der Sprecher der Luftwaffe. „Das grenzt den möglichen Kreis ein.“

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Elf weitere Passagiere waren direkt vom Flughafen in die Frankfurter Uniklinik gebracht worden. Bei einem von ihnen müsse abgeklärt werden, ob er mit dem Coronavirus 2019-nCoV infiziert sei, bei den anderen lägen andere medizinische Gründe vor, hieß es am Samstag. Am Sonntag gab das hessische Sozialministerium dann Entwarnung: Der Verdachtsfall bei dem einen Passagier hatte sich nicht bestätigt.

Montag wird erneut getestet

Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums dürfen sich die Rückkehrenden in der Kaserne nur mit Mund-Nasen-Schutz bewegen. Am Montag sollen sie alle erneut auf den Virus getestet werden und dann wieder in einer Woche und am Ende der Quarantäne „Dies erfolgt, um weitere Fälle möglichst früh zu erkennen und den übrigen Rückkehrenden zusätzliche Sicherheit zu geben“, hieß es.

dpa