Der Festumzug soll wieder zu den Höhepunkten des Bühler Zwetschgenfests zählen. Zahlreiche Gruppen haben sich bereits angemeldet. | Foto: pr

Bühler Zwetschgenfest

Auch beim 71. Mal gibt es noch Premieren

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Für das 71. Bühler Zwetschgenfest vom 6. bis zum 10. September hat Oberbürgermeister Hubert Schnurr bei einer Pressekonferenz ein „tolles, attraktives Programm“ versprochen, das auch einige neue Elemente beinhalte. Dabei greift das Traditionsfest das Jahresmotto der Stadt auf: „Meine Welt – Deine Welt – Eine Welt“. Da gleich fünf Bühler Eine-Welt-Initiativen einen runden Geburtstag feiern, wurde 2018 zum Eine-Welt-Jahr erklärt. Das soll sich beispielsweise beim Festumzug spiegeln; vor allem aber prägt es die Matinee am Sonntagvormittag im Bürgerhaus Neuer Markt. Dort wird Hawa Grund-Djigo von der Deutschen Welthungerhilfe referieren und sich „Für eine Welt ohne Hunger“ einsetzen (https://www.welthungerhilfe.de).

Kochshow rund um die Zwetschge

Das Zwetschgenfest beginnt, wie seit Jahren gewohnt, bereits am Donnerstagabend. Wieder geht es im Festzelt bayrisch zu, allerdings mit anderen Akzenten: Nach den Auftritten der „Blechblos’n“ haben Alexandra und Jürgen Kohler, die das Festzelt organisieren, die „Münchner Zwietracht“ verpflichtet. „Nach einer gewissen Zeit sollte ein Wechsel sein“, sagt Alexandra Kohler. Die „Zwietracht“ sei aber mindestens genauso gut – immerhin werden die sechs Musiker als populärste Oktoberfestband der Welt beworben. Das Festzeltprogramm bietet an den folgenden Tagen viele längst bewährte Programmpunkte, etwa Gutscheinaktionen zur Kaffeezeit am Freitag und Samstag oder Frei-Pommes für Kinder am Samstag; es findet sich aber auch Neues: So stellt das Vimbucher Festwirt-Paar für Tafel-Kunden Gutscheine im Wert von 1 000 Euro zur Verfügung. Und am Festsamstag steigt die „Erste Bühler Zwetschgenkochshow“ mit Verena Scheidel und Manuel Wassmer. Die vielfach preisgekrönten Bühler Hobbyköche stießen mit ihrer Idee auf offene Ohren. Auf der Festzeltbühne werden auch Friederike Möller, Küchenmeisterin im Vimbucher „Engel“ und Fabian Böckeler, einer der besten Jungkonditoren der Welt, dabei sein. Vor laufender Kamera werden auf der Bühne Köstlichkeiten rund um die Zwetschge zubereitet – und natürlich gibt es für die Gäste Kostproben.

Open air im Stadtgarten

Neben dem Festzelt im Vergnügungspark sind das Weindorf auf dem Markt- und Kirchplatz sowie der Stadtgarten wieder Schwerpunkte des Festgeschehens. Im Weindorf wird das Zwetschgenfest am Freitag um 18 Uhr offiziell eröffnet, wie Martina Rumpf vom städtischen Kulturbüro sagte. Vier Tage lang wird es im Weindorf wieder ein breit gefächertes musikalisches Programm geben, zu dem unter anderem „Bow Tie Willi“, die spanische Gipsy-Kings-Coverband Rumbalea, die „Moonlights“ und die „Dinkelbrothers“ beitragen. Im Stadtgarten wird nach den guten Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr erneut unter freiem Himmel gefeiert, wie Petra Ewert, Abteilungsleiterin Kultur, Schule und Sport, sagte. Der Verzicht auf ein Zelt schone den Stadtgarten. Zum musikalischen Programm gehören nach der freitäglichen Eröffnungsparty mit „EdelRock“ unter anderem „Millers Blues Orchestra“, die „Sunny Wings“, die „Asbanda Big Band“ und die „Badische Babbel Band“, die den Bogen auch nach Schwaben und Bayern schlägt.

Bewährtes Sicherheitskonzept

Einen festen Platz haben beim Zwetschgenfest das Kinderprogramm am Samstagnachmittag im Stadtgarten und die Auftritte von Tanz- und Musikgruppen sowie Sportvereinen unter dem Motto „Wir stellen uns vor“. Neu ist ein Angebot der „Gemeinde in der Konkordia“, die ihre Räume nicht nur für Garderobe, Wickel- und Stillgelegenheiten öffnet, sondern auch einfach einen Rückzugsraum bieten möchte, einen Ruheraum. Für den traditionellen Umzug wiederum hat Martina Rumpf schon zahlreiche Anmeldungen verbucht; Beiträge aus den Stadtteilen seien ebenso dabei wie Oldtimerfahrzeuge und Gruppen mit Bezug auf die Aufnahme der Bühler Zwetschge in die Arche des Geschmacks.
Fortgeführt wird das Sicherheitskonzept, das sich in den vergangenen Jahren bewährt habe, so Hubert Schnurr, der auch für die 71. Ausgabe des Traditionsfests einen großen Erfolg erwartet: „Ich bin überzeugt, das wird wieder ein Highlight in der Region.“

Wie die Zwetschge zu Bühl, so gehört der Vergnügungspark zum Zwetschgenfest. Für viele Schausteller ist das zweite September-Wochenende fest für Bühl reserviert. In diesem Jahr werden wieder 56 Schaustellerfamilien und ihre Mitarbeiter den Vergnügungspark „bespielen“, wie Schaustellersprecher Jürgen Hahn berichtet.
Und wie (fast) alle Jahre gibt es auch neue Angebote: Der „T-Rex-Tower“ beispielsweise ist ein Freifallturm für die ganze Familie – und bevor es 20 Meter in die Tiefe geht, schweift der Blick über die Stadt. Premiere feiert in Bühl „Zombie“, die Geisterbahn-Neuheit aus dem vergangenen Jahr. Sie steht vor der Realschule. Professionelle Live-Darsteller sorgen für eine gruselige Atmosphäre. Als Top-Geschäft wird „Night Style“ angekündigt: Es geht hoch, über Kopf, „mit vielen verschiedenen horizontalen, vertikalen und diagonalen Überschlägen“, heißt es in der Ankündigung. Dazu kommen etliche bekannte Fahrgeschäfte, wie das Riesenrad, der Autoscooter von Jürgen Hahn oder auch der Wellenflieger. Am Freitag ab 14 Uhr gibt es 30 Minuten lang Freifahrten, und am Zwetschgenfestmontag können die Attraktionen den ganzen Tag lang zum halben Preise genossen werden.