Als Hobbyköchin stellt sich Sina Hille-Bechtold aus Balzhofen in "Das perfekte Dinner" der Konkurrenz. | Foto: Katrin König

Sina Hille-Bechtold bei Vox

Bühler Hobbyköchin am Fernsehherd

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Sina Hille-Bechtold aus Balzhofen ist selbst gespannt, was sie am Freitag im Fernsehen zu sehen bekommt: Dann ist auf Vox zu sehen, wie sie sich im „Perfekten Dinner“ geschlagen hat. Die Idee zur Bewerbung war ihr recht spontan gekommen.

Sina Hille-Bechtold ist eine zierliche, beinahe jugendlich anmutende Frau mit dunkler Lockenpracht. Mit Mann, Sohn und Hunden wohnt sie in Balzhofen und ist begeisterte Hobbyköchin, schon von Kindheit an: „Meine Oma war Köchin von Beruf“, erzählt sie. „Überhaupt ist Kochen bei uns in der Familie immer Thema gewesen. Alle essen halt auch sehr gern.“ Aus diesem Grund schaut Sina regelmäßig die Sendung „Das perfekte Dinner“ auf Vox. Und genau dort wird sie an diesem Freitag um 19 Uhr zu sehen sein: Sina ist eine von fünf Kandidaten aus der Region, die für das Format ausgewählt wurden. Die rote Linie der TV-Sendung: Die Hobbyköche laden sich im Wechsel nach Hause ein und servieren ihren Gästen ein Drei-Gänge-Menü, das diese anschließend bewerten. Der Gewinner erhält eine Prämie von 3 000 Euro.

Spontane Bewerbung

Die Idee, für „Das perfekte Dinner“ zu kandidieren, kam Sina vor vielen Monaten recht spontan. „Ehrlich gesagt, ich war gar nicht sicher, ob die Bewerbung beim Sender eingetroffen war“, erzählt sie in ihrer ruhigen, entspannten Art. „Wir hatten beim Hochladen der Bilder Probleme, und ich hörte lange Zeit nichts. Doch dann kam der Anruf…“ Sina war „tatsächlich“ ausgewählt worden – das Wort verwendet sie gern –, neben Kandidaten aus Kehl, Baden-Baden, Forbach und Ortenberg. Der Anruf bedeutete für die ganze Familie Freude und Stress zugleich: Es galt, gedankliche und praktische Vorbereitungen für das Menü zu treffen. Und, für den Drehtag: das Haus aufzuräumen. Sie lacht. „Wir haben schwer gewütet.“ Schließlich habe das Kamerateam einen ganzen Tag bei den Hilles verbracht. „Mein Mann hat die Besucher verköstigt.“ Sina selbst hatte dafür natürlich weder Zeit noch Kopf, „ich war total nervös“. Was jenen Tag angeht, erinnert sie sich vor allem an extreme Hitze. Und, natürlich, an jede Einzelheit ihres Menüs, vom Aprikosendressing für den Wildkräutersalat über Maultaschen mit Bachsaibling bis hin zu Rinderhüfte und Sommergemüse oder, zum Dessert, Hippen, gefüllt mit Erdbeer-Rosmarin-Salat. Über solche Dinge kann Sina mit jener Begeisterung sprechen, wie sie Menschen zu eigen ist, die „halt sehr gern essen“: Genauestens schildert sie etwa, welche Gemüsesorten und Kräuter sie für das Hauptgericht verwendete und wie lange sie die dazu passende Rotweinsauce köcheln ließ.

Kandidaten halten Kontakt

Zum Glück, sagt Sina, seien alle vier Kandidaten ausgesprochen nett: Sie hätten sich im Laufe der gemeinsamen Dinner immer besser kennengelernt und hielten weiterhin Kontakt; die fünf Staffeln, die am Montag begannen, schauten sie sogar teils gemeinsam an. „Wir wussten ja gar nicht, wie das Drehmaterial geschnitten wurde, insofern war das für uns sehr spannend.“ Für ihren ersten TV-Auftritt hofft sie nun, dass „nicht nur die Peinlichkeiten“ ausgestrahlt werden: „Pannen gibt es natürlich, schon allein wegen der Aufregung. Unterhaltung und Lachen gehören aber auch dazu, denn das Dinner ist ja keine verbissene Angelegenheit – und alles andere als perfekt.“ Momentan planen Sina und ihre „TV-Kollegen“ einen Kochabend, an dem sie jene Gänge ihrer Menüs kombinieren, die bei den jeweiligen Gästen den größten Erfolg hatten. Für Sina zählt dazu mit Abstand „Claudias asiatische Maissuppe“. Gedanken über ihr Gewicht muss Sina sich übrigens nicht machen: In der Woche, die den Dreharbeiten gewidmet war und in der sie Abend für Abend köstliche Menüs genießen durfte, nahm sie sogar ab. „Zu viele Eindrücke, die Nervosität, die neuen Menschen.“

Ein weiterer Kandidat beim „Perfekten Dinner“ ist Adrian Bonert aus Forbach.

Von Katrin König