SO WOLLEN SIE ZUM FINALE NOCH EINMAL JUBELN: Die Volleyballerinnen des VC Offenburg, von links Viviane Hones, Pia Leweling, Richarda Zorn und Ashley Owens als feststehende Zweitligameister empfangen den Tabellenzweiten zum Saisonfinale. | Foto: Daniel Hengst

Saisonfinale für VC Offenburg

Die 24 als Traumzahl im Visier

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Eigentlich könnte man ja fröhlich-frei sagen: „Ja ist den heut scho Weihnachten!?“ – Ist es natürlich nicht, aber zumindest die Zahl 24 (für Fachfremde: 24. Dezember ist Heiligabend) hat an diesem Samstag (19.30 Uhr) für die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Offenburg die Schlüsselrolle des sportlichen Abends in der Nord-Westhalle. Denn das Team von Erfolgstrainer Florian Völker will das auch das 24. und letzte Spiel der Saison 2018/19 gewinnen und hätte so mit 24 Siegen in 24 Partien als längst feststehender Meister einen Ausnahmewert erreicht.

Ein Ausnahmewert

Teammanager Florian Scheuer vermag sich nicht zu erinnern, ob das ein anderes Frauenteam in der Zweiten Volleyball-Bundesliga Süd schon einmal geschafft hat. Ein Blick in die Statistik von volleyball-bundesliga.de zeigt: vorige Runde wurde der VCO Meister, nachdem er 17 von 18 Punktespielen gewonnen hat. 2016/17 belegten die Badenerinnen Rang zwei (20 Begegnungen/17 Siege). Und auch davor gab es diesen Wert in der nunmehr zehnjährigen Zweitligazeit des VCO nicht.

Spitzenspiel zum Saisonfinale

Nun also das Finale, das gleichzeitig das Spitzenspiel ist – Showdown am Samstag (19.30 Uhr) in der Sporthalle Nord-West in Offenburg gegen den Tabellenzweiten Rote Raben Vilsbiburg II. Nur der Statistik wegen: Der VCO hat 68 Punkte und 69:10 Sätze, der zweite Anzug des Bundesligisten aus dem niederbayerischen Landkreis Landshut sammelte bislang 55 Zähler bei 64:26 Sätzen und ging drei Mal als Verlierer von der Platte. Die Vilsbiburgerinnen gewannen seit dem 20. Januar zehn Spiele in Folge, die letzten sieben alle mit 3:0.

Voller Vorfreude

„Voller Vorfreude“ ist Scheuer, der im Zuge der Vorbereitung „noch ein bisschen Arbeit hat“. Es soll ein „ganz toller und runder Abschluss“ werden, so der Teammanager. Die Mädels seien positiv angespannt und wollen natürlich nach dem dem großen Finale 24/24 in der Tabelle sehen. Dass dies gelingen kann, davon ist Scheuer überzeugt.

Mannschaft verdeutlichte gegen Holz ihre Ambitionen

Die Mannschaft habe ihre Ambitionen bereits voriges Wochenende beim TV Holz deutlich gemacht. 3:0 (25:18, 25:21, 25:10) entschied die Equipe von Chefcoach Florian Völker die Begegnung zu ihren Gunsten, es war genau der TV Holz, der im Hinspiel den Offenburgerinnen in der eigenen Halle einen Punkt abknöpfte. Der knappe 3:2(23:25 18:25 25:12 25:20 15:9)-Erfolg ist damit also mehr als wett gemacht.

Das Team will ungeschlagen Meister werden

„Das Team wird alles daransetzen, ungeschlagener Meister zu sein“, so Scheuer. Die Kulisse dazu scheint gegeben. Mit Gerald Kessing, Bundesspielwart des Deutschen Volleyball Verbands und Vorstandsmitglied der Bundesliga, mit Kultusstaatsekretär Volker Schebesta, mit Offenburgs Sportbürgermeister Hans-Peter Kopp, dem Präsidenten des südbadischen Volleyball-Verbands, Volker Schiemenz, Ex-OB Wolfgang Bruder, Gemeinderäten sowie Führungskräften der Sponsorenfirmen ist jede Menge Prominenz auf den Zuschauerrängen versammelt.

Ehrung für ehemalige Spielerinnen und Verantwortliche

Die wird vermutlich Zeuge von 24/24, definitiv aber von einer Ehrung für rund 20 ehemaligen Spielerinnen und Teamverantwortlichen sowie zwei weiteren VCO-Teams für ihre jeweiligen Meisterschaften. Eines davon sind die Regionalliga-Frauen vom VCO II.

Einige Fragen offen

Wie es dann in Sachen Personal weiter geht, ist an einigen Punkten noch offen. Anderes steht bereits fest: Richarda Zorn übernimmt das neue Drittliga-Team als Trainerin. Pia Leweling und Coach Florian Völker verlassen den VCO. Der Teammanager verriet im Gespräch mit dieser Zeitung zwar nicht, wohin die Reise führt, angesichts der fachlichen Qualitäten der beiden lässt sich unschwer erraten, dass der künftige Arbeitgeber ein Erstligist sein wird.

Eintrag ins Goldene Buch der Stadt offenburg

Und nach einer – vermutlich langen – Party-Nacht folgt dann am Sonntag noch das Sahnehäubchen: Der Eintrag des amtierenden Zweitligameisters VC Offenburg in das Goldene Buch der Stadt Offenburg.