Breiter Konsens: Bei Internet und Beamer waren sich die meisten Jugendlichen einig. Aber auch ansonsten überschnitten sich viele Vorschläge bei der Jugendkonferenz.
Breiter Konsens: Bei Internet und Beamer waren sich die meisten Jugendlichen einig. Aber auch ansonsten überschnitten sich viele Vorschläge bei der Jugendkonferenz. | Foto: Margull

Konferenz

Jugendliche in Bühl wünschen sich freies WLAN im Jugendcafé

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Ein Ort zum Chillen, zum Hausaufgaben machen, zum Freunde treffen – all das erhoffen sich Bühler Jugendliche vom geplanten Jugendcafé. Doch wie soll es genau gestaltet werden? Welche Farben sollen für Wände und Decke verwendet, welche Möbel angeschafft werden? Darum ging es am Dienstag bei der sechsten Bühler Jugendkonferenz im Friedrichsbau.

Rund 80 Jugendliche diskutierten in sieben Gruppen darüber, wie der künftige zentrale Treffpunkt aussehen sollte. Anschließend stellte jede Gruppe ihre Vorschläge zur Abstimmung. Für viele ein zentraler Punkt: Im Jugendcafé soll es freies WLAN geben sowie ausreichend Steckdosen zum Aufladen von Smartphones.

Breiter Konsens herrschte auch über die Verwendung einer LED-Beleuchtung, mit der Akzente gesetzt werden sollen – im Gegensatz zur Farbauswahl. Ein oft gehörter Vorschlag war auch der Wunsch nach einem Fernseher oder einem Beamer mit Leinwand. Uneinigkeit herrschte hingegen in Bezug auf die Öffnungszeiten und eventuelle Altersbeschränkungen.

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Jugendcafé soll direkt nach der Schule öffnen

Klar war für die Jugendlichen, dass das Jugendcafé unter der Woche direkt um zwölf Uhr nach der Schule sowie an den Wochenenden öffnen soll. Ob jedoch Öffnungszeiten bis 24 Uhr realisierbar sind, blieb unklar. Als diskussionswürdig erwies sich auch die geplante Glasfassade: Viele Jugendliche bemängelten, dass darunter die Gemütlichkeit im Jugendcafé leide.

Um da Abhilfe zu schaffen, brachten sie insbesondere Bemalungen der Glasfassade ins Gespräch. Mit Blick auf heiße Sommer regten einige Jugendliche auch Außenrollos an. Außerdem wünschen sich die Jugendlichen einen begehbaren Außenbereich mit Sitzgelegenheiten.

Diskussion über die Gestaltung des Innenraums

Für reichlich Diskussionsstoff sorgte die Gestaltung des Innenraums. Besonders die letzte der sieben Gruppen wies darauf hin, dass der Raum mit nur knapp 70 Quadratmetern beschränkt sei. Die Gruppenmitglieder wollten daher auf raumgreifende Spiele-Konsolen verzichten, zumal es diese bereits im Jugendzentrum Komm gebe.

Stattdessen wolle man eine mobile Bühne einbauen, um an Wochenenden Veranstaltungen mit Live-Auftritten zu organisieren. Mit 43 Ja-Stimmen bei neun Gegenstimmen erzielte diese Gruppe auch das beste Abstimmungsergebnis. „Ich glaube, einigen Jugendlichen war nicht ganz klar, wie viel Platz sie tatsächlich zur Verfügung haben“, sagt Komm-Leiterin Svenja Steinborn. „Insgesamt sind die Vorschläge aber durchaus umsetzbar.“

Neue Gesichter: Das Jugendzentrum Komm in Bühl hat eine neue Leiterin. Svenja Steinborn (rechts) wird erstmals auch von einer dualen Studentin unterstützt. Naomi Arbogast (links) studiert Soziale Arbeit im ersten Semester. Gemeinsam bereiten sie die sechste Jugendkonferenz in Bühl vor. | Foto: Manzey

Positiv überrascht war sie, dass viele Wünsche recht einheitlich waren. „Damit können wir eine Lösung finden, mit der die meisten glücklich sein werden“, so Steinborn. Gemeinsam mit den Gemeinderäten wolle man nun versuchen, die Vorschläge umzusetzen.