Von links: Hobbyköchin Sina, Samuel, Brunhilde "Bruni", Wochensiegerin Claudia und Adrian. | Foto: MG RTL D / ITV Studios

„Perfektes Dinner“ in Bühl

Köchin Sina beherrscht das Chaos

Anzeige

Um ein Haar hätte sich Sina Hille-Bechtold bei der Fernseh-Doku „Das perfekte Dinner“ zur Kochkönigin gekürt. Nach einem Dinner mit kleinen Hindernissen belohnten ihre Mitstreiter die Kochkünste der Balzhofenerin mit 33 Punkten. Den Wochensieg in der Schwarzwald-Runde schnappte sich indes Kandidatin Claudia aus Ortenberg (34 Punkte). Auf den weiteren Plätzen folgten Bruni (Kehl-Goldscheuer) und der schrille Adrian aus dem Forbacher Ortsteil Gausbach. Schlusslicht: Der stille Samuel aus Baden-Baden.

Sina muss improvisieren

Für „Punkkauffrau“ Sina – die 29-Jährige arbeitet bei der Bank und singt in einer Band – ist der Abend als Gastgeberin aufregender als ihr lieb ist. Trotz der tatkräftigen Unterstützung von Freundin Katja bei der Vorbereitung muss die lebensfrohe Köchin improvisieren. Grund: Gatte Jens hatte wohl nicht richtig aufgepasst und Hüfte statt Rinderfilet besorgt.

Hintergrund: „Das perfekte Dinner“
Fünf Hobbyköche aus einer Stadt laden zu sich nach Hause ein und servieren ein Drei-Gänge-Menü. Der gesamte Abend wird von den Mitstreitern bewertet: Ist der Tisch angemessen dekoriert, die Speisenauswahl harmonisch und der Service zuvorkommend? Nach jedem Dinner vergeben die Gäste je maximal zehn Punkte. Wer gewinnt, erfahren die Teilnehmer erst am Ende der Woche, wenn jeder einmal Gastgeber war. Der Sieger erhält ein Preisgeld von 3 000 Euro.

In Panik verfällt Sina, deren Generalprobe nach eigenem Bekunden schief gegangen ist, aber nicht. Kurzerhand wird umdisponiert und auch weitere Ablenkungen – Jens‘ Geldbeutelsuche vor laufender Kamera und eine leichte Kampfverletzung ihres Hundes – bringen sie nicht aus der Ruhe. Weil das Gemüse plötzlich Macken hat, besorgt Küchenhilfe Katja auf die Schnelle eine „Notfallsellerie“. Die Servietten versieht Sina, passend zum Motto der Woche, mit einer schmucken Bollenhut-Deko.

Kaltes Rind und kreative Küche

Als ihre Gäste gut gelaunt eintrudeln, ist auch Sina bereit. Nach einem Cherry Gin Tonic als Aperitif serviert sie ihre Vorspeise: Mit Saiblingsfilet und Spinat gefüllte Maultaschen auf Wildkräutersalat. Beim Rest der Bande kommt der kulinarische Aufgalopp blendend an, gelobt wird die „extravagante Kombination“. Etwas unrund läuft es dagegen bei der (improvisierten) Hauptspeise. Zwar überzeugt das Schwarzwälder Weiderind mit Rosmarinkartoffeln und püriertem Sommergemüse geschmacklich; allerdings wird das Fleisch – so der Tenor aus der Runde – zu kalt.

Ich habe mich sauwohl gefühlt!

Die Nachspeise, Eierlikör-Parfait mit Erdbeersalat, entlockt dagegen sogar dem (über?-)kritischen Samuel eine in gewohnter Zurückhaltung vorgetragene „Begeisterung“. Entsprechend gut wird die 29-Jährige bewertet. Neben ihrem Menü punktet das Mitglied des Bühl-Acherner Kriseninterventionsteams vor allem durch seine herzliche Art. Exzentriker Adrian bringt den Eindruck seiner Kollegen gekonnt auf den Punkt: „Ich habe mich sauwohl gefühlt!“

Fernsehtipp: Alle Folgen der Schwarzwald-Ausgabe von „Das perfekte Dinner“ finden Sie in der Vox-Mediathek.