Die Pläne für das Lörch-Gelände in Bühl wurden nicht öffentlich im Technischen Ausschuss diskutiert | Foto: Ulrich Coenen

Lörch-Gelände in Bühl

Tiefgaragen-Zufahrt bereitet Kopfzerbrechen

Die Neubebauung des Lörch-Geländes hat die erste Hürde genommen. Jetzt informierte Oberbürgermeister Hubert Schnurr den Technischen Ausschuss in nicht öffentlicher Sitzung über das Projekt der beiden Bühler Investoren. Diese haben ein renommiertes Bühler Architekturbüro mit der Planung beauftragt.

Drei viergeschossige Punkthäuser

Wie bereits berichtet, hat OB Schnurr in seiner Neujahrsansprache erste Details der Planung bekannt gegeben. Auf Anfrage dieser Zeitung konkretisierte er diese gestern. Entlang des Platzes Vilafranca (Realschulhof) sind drei viergeschossige Punkthäuser in einer zeitgenössischen Formensprache geplant. Diese tragen ein Flachdach und haben eine Höhe von 12,5 Metern. „In ihrer Höhe orientieren sie sich am Modehaus Pfeiffer“, erklärte Schnurr.

Zwei neue Reihenhäuser

Rechts und links der Villa Walchner/Lörch sollen in der Eisenbahnstraße zwei Reihenhäuser entstehen. Das linke Reihenhaus wird unmittelbar an den Brandgiebel der Villa Bernhard Wertheimer anschließen. Das Neubau an der rechten Seite der Villa Walchner entsteht in offener Reihenbebauung, steht also frei.
„Beide Gebäude werden sich im Hinblick auf ihre Dimensionen und Formensprache den Bestandsbauten im Bereich der Erhaltungssatzung westliche Eisenbahnstraße anpassen“, sagte Schnurr. „Sie werden Firsthöhe, Traufhöhe und Sockelhöhe der Nachbargebäude aufnehmen.“ Schnurr betonte, dass die Pläne, die dem Technischen Ausschuss am Donnerstagabend vorgestellt wurden, lediglich die Baumassen zeigen. „Es gibt noch keine ausgearbeiteten Fassadenpläne“, sagte er.

Diskussionen über Zufahrt

Ein Knackpunkt ist die Zufahrt zur Tiefgarage. „Grundsätzlich ist diese entweder von der Eisenbahnstraße oder der Herbert-Odenheimer-Straße aus möglich“, berichtete Schnurr. Wegen der größeren Verkehrsbelastung der Eisenbahnstraße hält Schnurr die Zufahrt von der Herbert-Odenheimer-Straße für die bessere Lösung.

Bebauungsplan wird angepasst

Inzwischen hat der OB erfahren, dass der frühere Eigentümer des Lörch-Geländes, der in der Schweiz wohnt, den beiden Bühler Investoren vertraglich untersagt hat, einen kleinen Teil der Fläche an die Stadt zu verkaufen. Dies war im Zusammenhang mit dem Wettbewerb „Campus Bühl“ zur Weiterentwicklung der Realschule überlegt worden. „Auch damit können wir leben“, meinte Schnurr gegenüber dieser Zeitung. Der Technische Ausschuss hat das Konzept der Bühler Investoren und ihrer Architekten nach Auskunft Schnurrs in seiner Sitzung am Donnerstagabend grundsätzlich begrüßt. „Wir werden jetzt die notwendige Anpassung des Bebauungsplans Herbert-Odenheimer-Straße/Bahnhof in die Wege leiten“, sagte der OB.

Informationsveranstaltung bei Bedarf

Am 9. Februar wird das Konzept auf einer Pressekonferenz vorgestellt. Über die Bebauungsplanänderung soll der Gemeinderat im März oder April diskutieren. Dann werden die Pläne, wie vorgeschrieben, für die Öffentlichkeit offen gelegt. Noch vor der Sommerpause soll der Gemeinderat abschließend über die Bebauungsplanänderung entscheiden.

Bei Interesse gibt es vorab eine Bürger-Informations-Veranstaltung. Wie berichtet, wurde von einem Anwohner bereits vor der offiziellen Vorstellung der Pläne Kritik an der Bebauung des Lörch-Geländes geäußert.