Zahlreiche Fliesen müssen in jedem Frühjahr in den Becken des Freibades ersetzt werden. Einer planmäßigen Eröffnung steht aber nichts im Wege. | Foto: Bernhard Margull

Freibad Bühl

„Ich will keine langen Schlangen mehr sehen!“

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Jörg Zimmer ist entspannt. Die üblichen Reparaturarbeiten im Freibad Bühl laufen planmäßig. Einer Eröffnung des Nichtschwimmerbeckens bereits zum 1. Mai und des gesamten Freibades zum 15. Mai steht nach Einschätzung des Geschäftsführers der Bühler Sportstätten GmbH nichts im Wege. „Wir sind mit unseren Arbeiten bereits relativ weit“, freut sich Zimmer. „Das gilt sowohl für die Pflege der Grünanlagen als auch für die Beckenreinigung. Ein Problem gab es mit einem verstopften Abfluss im Nichtschwimmerbecken. Das ist aber keine große Sache.“

Fliesen werden ausgewechselt

Die Wasseraufbereitung, die im Kern noch aus der Erbauungszeit des Freibades in den frühen 1980er-Jahren stammt, ist allerdings noch nicht in Betrieb genommen. „Wir lassen das Wasser im Herbst ab, um Frostschäden zu vermeiden“, berichtet Zimmer. „Erst wenn wir die Anlage im Frühjahr wieder in Betrieb nehmen, zeigt sich, ob alles planmäßig läuft. Das ist aber immer erst der letzte Schritt nach der Beckenreinigung und der Ausbesserung der beschädigten Fliesen.“

Alte Technik

Die Wasseraufbereitung des Schwarzwaldbades ist in die Jahre gekommen. Die des älteren Hallenbades stammt sogar noch aus dem Jahr 1972. „Mit dieser technischen Konzeption fahren wir im Grenzbereich“, räumt Zimmer ein. „Natürlich würde man ein Bad heute anders bauen. Im Hinblick auf das Alter von Frei- und Hallenbad verfügen wir aber über eine leistungsfähige Technik. Sonst könnten wir die mehr als 4 000 Besucher an Spitzentagen im Freibad gar nicht verkraften.“

Probleme mit dem Kiosk

Eine anderes Problem hat Zimmer in den vergangenen Monaten mehr Kopfschmerzen bereitet als die anstehenden Reparaturarbeiten im Freibad. Mit dem Pächter des Schwimmbad-Kiosks war der Geschäftsführer offensichtlich nicht komplett zufrieden. Sein Vertrag wurde aufgelöst, am 28. März wurde die Gastronomie an einen anderen Betreiber übergeben.

Neuer Pächter

Dieser Familienbetrieb verfügt über langjährige Erfahrungen in anderen Bädern. „Ich war seit mehreren Jahren auf der Suche nach einem neuen Betreiber“, erklärt Zimmer. Zu den Hintergründen will er sich nicht äußern. „Ich will das Kapitel abschließen“, meint er. „Im Sommer muss es jedenfalls mit der Gastronomie wesentlich besser laufen. Ich will keine Schlangen mehr sehen. Der Kiosk ist ein zentrales Angebot. Wenn der nicht läuft, kommen weniger Besucher ins Freibad.“

Hallenbad im Sommer dicht

Wie üblich wird auch in diesem Jahr das Hallenbad im Juli und August komplett geschlossen. In dieser Zeit finden notwendige Reparaturarbeiten statt. „Wir haben Betonsanierungen geplant“, berichtet Zimmer. „Es gibt Rissbildungen in den Überlaufrinnen am Beckenrand. Die sind undicht. Die Risse sind aber nicht so gravierend, wie wir zunächst befürchtet haben.“

Schwankende Werte

Auch die Filtertechnik im Keller kommt auf den Prüfstand. In den vergangenen Monaten gab es immer wieder mal das eine oder andere Problem. „Die Werte schwanken“, sagt Zimmer. „Wir prüfen, ob der Filtersand noch in Ordnung ist.“ Insgesamt spricht er aber von „normalen“ Wartungsarbeiten, die den Kostenrahmen nicht sprengen. „Eine grundlegende technische Sanierung ist aktuell nicht geplant“, stellt der Geschäftsführer fest. „Wir optimieren, wenn es nötig ist, die Technik und passen sie an sich ändernden Vorschriften an.“