Auf Kandidatensuche für den neuen Jugendrat: (von links) OB Hubert Schnurr, Jugendrat-Vorsitzende Daniela Alesi, Svenja Steinborn (Komm), Jugendrätin Deborah Adamah und Bürgermeister Wolfgang Jokerst. | Foto: Ulrich Coenen

In Bühl

Neue Kandidaten für Jugendrat dringend gesucht

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Ob früher Jugendgemeinderat oder heute Jugendrat – die Besetzung dieser Gremien war und ist in Bühl eine Zitterpartie. Im Hinblick auf die anstehenden Wahlen zum dritten Jugendrat, die von 18. bis 28. März stattfinden, sind die Verantwortlichen aber optimistisch. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Hubert Schnurr und Bürgermeister Wolfgang Jokerst stellte der Vorstand des noch amtierenden zweiten Jugendrats sein Konzept für die Kandidatenrekrutierung bei einer Pressekonferenz im Jugendzentrum „Komm“ vor. Die Vorsitzende Daniela Alesi, die sich am 26. Mai auf der Liste der CDU für den „großen“ Gemeinderat bewirbt, weiß noch nicht, ob sie auch für den Jugendrat erneut antreten wird.

Interessen der Jugendlichen

Schnurr lobte die Arbeit des amtierenden Jugendrates. „Ein interessantes Gremium, das mehr oder weniger aktiv war und die Interessen der Jugendlichen gegenüber der Stadt formuliert hat“, meinte er. „Durch den ähnlichen Aufbau wie ein Gemeinderat ermöglicht diese Beteiligugnsform Jugendlichen einen frühzeitigen Einblick in die kommunalpolitische Arbeit.“

Fünf-Säulen-Modell

Jokerst wies auf das neue Fünf-Säulen-Modell für die Jugendbeteiligung hin, das der Gemeinderat beschlossen hat (wir berichteten). Neben dem Jugendrat soll es in Zukunft die Schulbeteiligung, die Jugendbeteiligungs-App, den Partizipationsstammtisch und die Jugendkonferenz geben.

Schulbeteiligung und App

Die Schulbeteiligung soll im September starten, der Stammtisch läuft bereits seit Oktober und trifft sich alle zwei Monate. Die nächste Jugendkonferenz ist für den November terminiert. Die Jugend-App, die ein besonders schnelles Instrument der Beteiligung sein soll, ist in Vorbereitung. Daniela Alesi betonte, dass der Jugendrat das Gremium sein soll, „das alle Dinge zusammenführt“. Auf den anderen Plattformen sollten Ideen gesammelt werden, die der Jugendrat dann abschöpfe.

Für jeden etwas dabei

Veronique Noel, die Leiterin des „Komm“, hält das neue Fünf-Säulen-Modell für optimal. „Es gibt für jeden Jugendlichen das geeignete Partizipationsmodell, auch für die, die im Jugendrat nicht mitmachen wollen“, meinte sie. Svenja Steinborn vom „Komm“ will mit großem Engagement um Kandidaten werben. Gemeinsam mit amtierenden Jugendräten wird sie in den nächsten Tagen die Bühler Schulen besuchen und Schülerinnen und Schüler ansprechen.

Bewerbung ab 14

Bewerben kann sich jeder, der zwischen 14 und 21 Jahre alt ist, in Bühl wohnt oder eine Bühler Schule besucht. Wer keine Bühler Schule besucht, aber in Bühl wohnt, kann im Jugendzentrum Komm kandidieren.
Alle Schüler ab der achten Klasse dürfen wählen. Jede Schule kann maximal drei Kandidaten in den nächsten Jugendrat (Amtszeit von 2019 bis 2021) entsenden. Das Jugendzentrum Komm stellt zusätzlich bis zu sechs weitere Jugendräte. Das Gremium muss mindestens 15 Mitglieder haben. Maximal sind es 30. Es muss also mindestens 15 Kandidaten geben. Ausgezählt werden die Stimmen öffentlich am 29. März ab 11 Uhr im Komm.

Gute Zusammenarbeit

Agate Ludwig, Vorstandsmitglied im Jugendrat, betonte, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit im Gremium ist. „Im Grunde muss ein Freundeskreis entstehen“, sagte sie. „Wenn die Mitglieder nicht miteinander klar kommen, klappt es nicht.“

Service

Bewerbungsbögen gibt es in allen städtischen Einrichtungen, im Jugendzentrum „Komm“ und auf der Homepage der Stadt www.buehl.de. Die Bewerbungsfrist endet am Freitag, 22. Februar