In Freiburg angekommen ist Simone Falk, die im Breisgau um Punkte in der Zweiten Handball-Bundesliga kämpft. | Foto: Stark

Saisonende wegen Corona

Kappelwindeckerin Simone Falk wird weiter in der Zweiten Handball-Bundesliga spielen

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Vieles ist unklar in diesen unruhigen Zeiten. Der Sport ist davon nicht ausgenommen. Das gilt auch für die Handballerin Simone Falk von der HSG Freiburg, die aber immerhin eine gewisse Planungssicherheit hat: Die Saison 2019/20 wurde von der Handball Bundesliga Frauen (HBF) vorzeitig beendet.

Zudem: Die Kappelwindeckerin wird auch in der nächsten Runde, wann immer diese beginnt, mit ihrer Mannschaft in der Zweiten Bundesliga um Punkte kämpfen. „Ich habe meinen Vertrag in Freiburg um ein Jahr verlängert“, sagt die 25-Jährige, die 2019 vom TV Möglingen in den Breisgau wechselte.

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Aufstieg mit Kappelwindeck/Steinbach

Falks Stammverein ist die SG Kappelwindeck/Steinbach, mit der sie den Aufstieg von der Landesliga über die Südbadenliga und Baden-Württemberg-Oberliga bis in die Dritte Liga in entscheidender Funktion mitgemacht hat.

Auf Linksaußen sorgte sie für Tore am Fließband. Aus beruflichen Gründen folgte für die Raumausstatterin dann in der Rückrunde 2018/19 der Wechsel zum Drittliga-Konkurrenten TV Möglingen. „Ich habe in Stuttgart die Meisterschule absolviert und mir aus zeitlichen Gründen einen Verein in der Nähe gesucht“, blickt Falk zurück. Eigentlich sollte es danach wieder zurück in die sportliche Heimat gehen. Es kam jedoch anders.

So eine Chance bekommst du kein zweites Mal.

Simone Falk über die Offerte der HSG Freiburg

„Überraschend hat mir Zweitliga-Aufsteiger Freiburg ein Angebot gemacht.So eine Chance bekommst du kein zweites Mal, schon gar nicht, wenn du bereits Mitte 20 bist“, erzählt sie mit einem Lachen.

„Akribische Vorbereitung, viermaliges Mannschaftstraining pro Woche, dazu eine individuelle Einheit Kraft und vor allem die weiten Anreisen zu den Auswärtsspielen“, bezeichnet sie als markante Unterschiede zu ihren vorherigen handballerischen Aktivitäten.

„Ich will einfach wissen, ob ich Zweite Liga spielen und mich dort behaupten kann“, sagt die ehrgeizige Sportlerin. „Das Geld ist es sicher nicht“, verrät sie, wobei es kein Geheimnis ist, dass die HSG Freiburg finanziell nicht auf Rosen gebettet ist.

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Siegtor per Siebenmeter

Der bisherige Höhepunkt in der Zweitliga-Karriere von Simone Falk, die mittlerweile ihren Wohnsitz nach Freiburg verlegt hat, war das Spiel in Rödertal. Nervenstark verwandelte sie neun Siebenmeter.

Mehr noch: Mit dem letzten Strafwurf markierte sie Sekunden vor dem Abpfiff den 29:28-Siegtreffer für die „Red Sparrows“. Das wiederum änderte nichts daran, dass die Mannschaft von Trainer Ralf Wiggenhauser nach einem gutem Start in die Saison zuletzt auf Rang 15 abgerutscht ist.

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Vom Klassenverbleib immer überzeugt

„Wir waren aber immer davon überzeugt, dass wir den Klassenverbleib schaffen können, zumal jetzt die Spiele gegen Teams gekommen wären, mit denen wir auf Augenhöhe sind“, sagt Falk, die in den vergangenen Monaten nicht nur in der Sporthalle Erfolge feierte.

Auch beruflich lief es für „Simi“, wie sie von ihren Freunden genannt wird, nach Maß. Die Raumausstatter-Meisterin belegte beim von der Stadt Bühl im vergangenen Jahr erstmals ausgerufenen „Förderpreis Junges Handwerk“ den zweiten Platz, was zeigt, dass Simone Falk nicht nur auf, sondern auch außerhalb des Spielfeldes „ihre Frau steht“.