Wagemutige Bühler Hexen mit ihren wehenden Schürzen und neckischen Beinkleidern flogen am Mittwoch in der heißesten Phase des Bühler Sternmarschs über die lodernden Flammen. | Foto: Werner Vetter

Bühler Straßenfastnacht

Sternmarsch der Bühler Hexen: Mutige Schürzenakrobaten sprangen über lodernde Flammen

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Drei Böllerschüsse gaben das Startsignal zum Sternmarsch der Bühler Hexen. Aus vier Himmelsrichtungen strömten am Mittwochabend rund 20 Narrengesellschaften zum Kirchplatz, wo ihrer schon eine riesige Schar Fußvolks harrte. Mit der närrischen Open-Air-Show begann die Straßenfastnacht in der Zwetschgenstadt.

von unserem Mitarbeiter Werner Vetter

Dem Sternmarsch war ein Kinderumzug durch den Stadtgarten vorausgegangen, womit die Hexen – wie jedes Jahr – ihr besonderes Herz für Kinder bewiesen. Hexenmeister Ralf Bsdurrek kommentierte dies so: „Wenn Fastnacht ein Kinderherz erfreut, ist der Narrensamen gestreut.“ Vom Turm des restaurierten Hexenwagens aus spornte er das Volk an: „Macht Euch zum Singe, Schunkle und Tanze bereit, und feiert mit uns die närrische Zeit!“ Sofort stellte sich das Publikum auf das „Helau mit Danke“ des Hexenmeisters ein, antwortete ebenso höflich mit „Helau – Bitte“.

Musikalisch gestalteten das Programm auf der Kirchpflasterbühne traditionell die von Vize Alexander Schaufler dirigierte Stadtkapelle Bühl und – eine Premiere – die „Gugga ma mol Musi“ aus Neuweier, angefeuert von Christine Hess. Das Publikum durfte sich an einem bunten Showprogramm erfreuen, am „Carneval der Tiere“ des Kindergartens St. Elisabeth, an Tänzen der Bühler Hexenkids, der „Quetscheputzer“ (des gemeinsamen Nachwuchses der Bühler Lichtputzer und Quetscheteufel) sowie der Jungesel und der Jugendgarde des Allda Kappelwindeck.

 

Die Feuersprünge blieben unfallfrei, bis auf kokelnde Hexenschlappen. Das Publikum lohnte den Mut der Akteure immer wieder mit Applaus. | Foto: Werner Vetter

Nun trat der Sternmarsch in seine heißeste Phase: Auf einem Pflasterschutzblech wurde per Gaslanze ein Strohballen entzündet. Die mutigen Feuersprünge der Hexen folgten einer neuen Dramaturgie: Damit Zuschauer aller Geviertseiten Spektakuläres zu sehen bekamen, sprangen die Schürzenakrobaten zunächst in Ost-West-Richtung über die Flammen, sammelten sich, um dann in die Gegenrichtung zu fliegen – und so weiter. Die Feuersprünge blieben unfallfrei, bis auf kokelnde Hexenschlappen. Das Publikum lohnte den Mut der Akteure immer wieder mit Applaus. Nahrhaftes Finale: Diese und die Zuschauer durften sich an würziger Fastnachtsfreisuppe von Hexenvogt Alexander laben.