Das Siegermodell von Plan 7 Architekten präsentierten nach der Sitzung des Preisgerichts Bürgermeister Wolfgang Jokerst, OB Hubert Schnurr und Jury-Vorsitzender Fred Gresens (von links). | Foto: Ulrich Coenen

Plan 7 Architekten

Stuttgarter Ideen für den Bühler Campus

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Pan 7 Architekten aus Stuttgart haben den zweistufigen städtebaulichen Ideen- und hochbaulichen Realisierungswettbewerb „Campus Bühl“ gewonnen. Dies gaben Oberbürgermeister Hubert Schnurr und der Jury-Vorsitzende Fred Gresens nach der abschließenden Sitzung des Preisgerichts bekannt. Insgesamt drei der vier vergebenen Preise gingen an Stuttgarter Büros. Der Entwurf von N 2 Architekten Stuttgart landete auf dem zweiten Rang, gefolgt von Lehmann Architekten (Offenburg) und Steimle Architekten (Stuttgart). Anerkennungen erhielten Frank Heinz (Waldkirch) und SEK Architekten (Berlin).

30 Teilnehmer

Insgesamt wurden 30 Büros zur ersten Stufe des Wettbewerbs zugelassen. Wie berichtet, wurde die erste Stufe der Konkurrenz, die den städtebaulichen Part für das 8,3 Hektar große Gelände zwischen Friedrichstraße, Eisenbahnstraße, Güterstraße und Rheinstraße betrifft, im März abgeschlossen. Die Jury wählte acht Büros für die zweite Stufe aus, in dem die Pläne für die notwendigen Hochbauten erarbeitet wurden.

Spannende Diskussionen

„Es gab spannende Diskussionen“, erklärte OB Schnurr nach der Jurysitzung. Einerseits sei es um schulische Belange, andererseits um städtebauliche Konzepte gegangen. Das Raumprogramm, das im Campus Bühl neu entstehen soll, ist umfangreich. Es handelt sich um eine Mensa, ein Schülercafé, eine Turnhalle, neue Klassen- und Sozialräume und eine Tiefgarage.

Baukörper im Stadtbild

„Die Frage war, wie man diese verschiedenen Baukörper anordnet und im Stadtbild zusammenführt“, sagte Fred Gresens. Insgesamt habe der Entwurf von Plan 7 Architekten das Preisgericht am meisten überzeugt, obwohl er im städtebaulichen Bereich auch Schwächen aufweise. Es waren vor allem die neuen Hochbauten, die die Jury überzeugten.

Mensa und Schülercafé

Westlich des Kinder- und Familienzentrums (Kifaz) soll nach Vorstellungen von Plan 7 Architekten ein Gebäude für Mensa und Schülercafé entstehen, das in den Straßenraum der Luisenstraße vorgerückt wird. Gresens lobt den Dialog mit der Mediathek, in den der Neubau tritt. Außerdem werde der Platzcharakter betont. „Dieser Standort ist der richtige für das Mensa“, meinte Gresens.

Abriss nach Neubau

Die marode Turnhalle der Aloys-Schreiber-Schule wird ersetzt. Weil der Neubau, der die sportlichen Einrichtungen mit neuen Klassenräumen unter einem Dach kombiniert, weiter südlich entsteht, kann der Altbau bis zu dessen Fertigstellung benutzt werden. Erst dann wird er abgerissen.

Pavillon für Realschule

Als weiterer Neubau ist ein Pavillon südlich der Realschule vorgesehen. Dort sind Räumlichkeiten für die Ganztagsschule geplant. Eine Durchfahrt durch das Campus-Gebiet wird in Zukunft nicht mehr möglich sein. Auf Höhe der Mediathek ist für den Verkehr Schluss.

Zunächst wird die Mensa realisiert, die zum Schuljahr 2019/20 fertig sein soll. Weitere Schritte sind der Pavillon, dann Turnhalle und zuletzt Tiefgarage. Der Gemeinderat entscheidet noch vor der Sommerpause.

 

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