Kalman Fenyö bleibt Trainer beim BSV Phönix Sinzheim.
Trainer Kalman Fenyö verlängerte seinen Vertrag in Sinzheim um drei Jahre. | Foto: Collet

Handball

Südbadenligisten aus dem Handballbezirk Rastatt setzen auf Bewährtes

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Vier Mannschaften aus dem Handballbezirk Rastatt kämpfen in der Südbadenliga, der höchsten Klasse des Südbadischen Handball-Verbands (SHV), um Punkte.

Trio im Mittelfeld

Drei Teams, nämlich die SG Steinbach/Kappelwindeck, die SG Muggensturm/Kuppenheim und der BSV Phönix Sinzheim, liegen nach 16 Spieltagen einträchtig nebeneinander auf den Plätzen fünf bis sieben. Einerseits wird es für dieses Trio nach ganz vorne nicht reichen, andererseits sind die Teams auch ein gutes Stück vom Tabellenkeller entfernt. Das kann vom TuS Helmlingen nicht gesagt werden. Die Hanauerländer belegen mit 9:23 Punkten den vorletzten Platz und sind damit akut abstiegsgefährdet.

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Trainerfrage geklärt

Die Gemeinsamkeit aller vier Bezirksvertreter: Auf den Trainerbänken gibt es in der kommenden Saison keine Veränderungen. So geht Sigurjon Sigurdsson in seine zweite Runde bei der SG Steinbach/Kappelwindeck. Peter Gerber, der sportliche Leiter der SG, stellt dem Coach, der vor der Runde aus Ottenhöfen kam, ein sehr gutes Zeugnis aus.

Weiterentwicklung unter Sigurdsson

„Die Mannschaft hat sich unter Sigurdsson weiterentwickelt, seine Handschrift ist erkennbar.“ Dass es bis dato so gut läuft, kommt auch für Insider Gerber überraschend. Aus dem Abstiegskandidaten der vergangenen Saison ist ein Team geworden, das sich berechtigte Hoffnungen machen darf, dass die Saison im vorderen Mittelfeld abgeschlossen wird.

Seebacher bleibt bei SG Steinbach/Kappelwindeck

Erfreulich für die Verantwortlichen ist, dass der aufstrebende Nachwuchsakteur Jeremias Seebacher, an dem Oberligist TVS Baden-Baden Interesse gezeigt hat, die Zusage für die nächste Runde gegeben hat.

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Muggensturm/Kuppenheim mit Trainerduo

Schon vor Weihnachten hat die SG Muggensturm/Kuppenheim die Weiterverpflichtung des Trainergespanns Benjamin Hofmann/Nikolai Wagner in trockene Tücher gebracht. Beide gehen damit in die vierte Saison in verantwortlicher Position bei der SG: Hofmann weiterhin als Spielertrainer, Wagner hauptsächlich auf der Bank und nur im Notfall auf dem Feld.

„Als bestes Team im Bezirk abschneiden“

Als Ziel für die laufende und die nächste Runde nennt Hofmann „einen Platz unter den ersten fünf Mannschaften“. Zudem würde er mit seinen Schützlingen die Saison gern als bestes Bezirksteam abschließen. „Das ist unser Anspruch“, sagt Hofmann. Der Kader bleibt im Wesentlichen zusammen und ist nach Hofmanns Einschätzung stark genug, um auch weiterhin gut in der Südbadenliga zu bestehen.

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Dauerbrenner Fenyö

Kalman Fenyö ist im dritten Jahr Cheftrainer bei Phönix Sinzheim und wird es auch in den nächsten drei Jahren bleiben. Dass seine Mannschaft aktuell Platz sieben belegt, sieht er angesichts der argen Personalprobleme als Erfolg an. Mittelfristig soll sich die Arbeit der Jugend-Handball-Akademie (JHA) Baden, die vom BSV sowie von der TS Ottersweier und vom TuS Großweier getragen wird, auszahlen.

Engagement auf Nachwuchs ausgerichtet

„Darauf ist mein Engagement ausgerichtet“, sagt Fenyö, der den eigenen Nachwuchs kontinuierlich ans Südbadenliga-Team heranführen will. In dieser Saison wäre er mit einem einstelligen Platz zufrieden, in der kommenden Runde soll „definitiv ein Schritt nach vorne“ getan werden.

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Ludwig von Klassenverbleib überzeugt

Gleich mehrere Schritte nach oben strebt Ralf Ludwig mit dem TuS Helmlingen noch in dieser Runde an, um aus dem Tabellenkeller herauszukommen. Dabei ist der Ex-Sandweierer überzeugt, dass er auch in der nächsten Runde zusammen mit Co-Trainer Benjamin Ackermann einen Südbadenligisten betreut. „Wir schaffen den Klassenverbleib“, sagt er. „Allerdings müssen wir bis zum Saisonende am 2. Mai alles heraushauen, was in uns steckt.“

Pokalaufgabe in Illtal

Dass der TuS am Fastnachtssonntag im Viertelfinale des DHB-Amateurpokals beim saarländischen Vertreter HF Illtal antreten muss, sieht er als Motivation für seine Mannschaft und nicht als Zusatzbelastung an. „Wir haben die Chance, ins Final-Four-Turnier in Hamburg einzuziehen. Das ist ein Riesenansporn“, sagt Ludwig, der mittelfristig verstärkt auf Kräfte aus dem eigenen Talentschuppen zurückgreifen kann.