Zum Geburtstagsstand der Bühler Tafel zählte auch ein kleiner Bücherflohmarkt.
Zum Geburtstagsstand der Bühler Tafel zählte auch ein kleiner Bücherflohmarkt. | Foto: König

Verein feiert Geburtstag

Tafelladen in Bühl besteht mittlerweile seit zehn Jahren

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Zehn Jahre Tafelladen Bühl, das bedeutet: Zehn Jahre gelebte Solidarität, zehn Jahre Zusammenwirken vieler helfender Hände, zehn Jahre stets pulsierendes „Herz“ der Arbeit des Vereins Bühler Tafel.

Von unserer Mitarbeiterin Katrin König

Mit einer Sonderaktion rückte das Team um Geschäftsführerin Renate Schneider und Vereinsvorsitzende Sandra Hüsges am Samstag das runde Jubiläum in den Fokus:  Während der Öffnungszeiten des Ladens, sprich den ganzen Vormittag über, lud ein freundlich dekorierter Geburtstagsstand samt Luftballons und Blumen zum Verweilen und Plaudern bei Kaffee und Kuchen ein.

Ein kleiner Bücherflohmarkt war vorbereitet worden, Ehrenamtliche verkauften (zu eher symbolischen Preisen) gebrauchte Fahrräder, gespendet vom Rathaus Ottersweier, und die Kinder der Tafelkunden durften in einer Kiste mit Spielsachen stöbern, um eine davon mit nach Hause nehmen.

Nicht einmal die Unruhen im Verein führten zur Schließung

„Genau am 7. April 2009 öffnete der Laden erstmals seine Türen“, rief Schneider in Erinnerung. Der Tafelladen sei „der eigentliche Sinn unseres Wirkens“, unterstrich Hüsges: „Dass er seit zehn Jahren ununterbrochen läuft, ist etwas ganz Besonderes.“

Sogar die Unruhen auf Vereinsebene – inzwischen Geschichte – hätten nicht zu einer Schließung geführt, betonte Schneider. „Im Laden hatten wir nicht zuletzt aufgrund der Flüchtlingswelle mit immer wieder neuen Menschen zu tun, es gab eine permanente Dynamik.“

Lebensmittel werden vor der Tonne bewahrt

Sowohl den Kunden als auch allen Lebensmittel- und Geldspendern, Mitarbeitern und Helfern gebühre Dank für ihre Treue, so Schneider weiter. Als einen wichtigen Aspekt der Tafelladen-Arbeit nannte sie die Nachhaltigkeit: Dem Grundsatz der Deutschen Tafel entsprechend (Lebensmittel retten – Menschen helfen: Essen wo es hingehört) bewahre man einerseits die Lebensmittel vor dem Weg in den Müll, schone also Ressourcen und wirke der Verschwendung entgegen.

„Im Gegenzug erhalten Menschen mit einem kleinen Budget die Möglichkeit, sehr günstig einzukaufen und so auch ein bisschen Geld für besondere Dinge übrig zu haben.“ Das wirke sich zugleich auf die soziale Teilhabe aus. Die Mitarbeiterzahl – rund 80 Personen, neben Ehrenamtlichen auch fünf Teilzeitkräfte und fünf AGH-Mitarbeiter -, bezeichnete Schneider als seit der Gründung weitgehend stabil.