Mit einer Luftdruckwaffe wurde Molly von einem bislang unbekannten Schützen getroffen und verletzt. Seine Besitzerin hat Anzeige erstattet. | Foto: pr

Polizei Bühl ermittelt

Kater Molly wurde angeschossen

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Achtung, Tierquäler unterwegs: In Bühl ist der dreijährige Kater Molly mit einem Luftgewehr angeschossen worden. Das Tier wurde verletzt und musste von einem Tierarzt operiert werden. Die Polizei sucht Zeugen.

Sabine Knab klingt immer noch aufgelöst, wenn sie über Molly spricht. Molly ist ihr dreijähriger schwarzer Kater. Und Molly wurde angeschossen. „Es muss bereits am Montag passiert sein“, sagt Knab. Gegen 21 Uhr sei der Freigänger zu ihr nach Hause in die Johann-Fraaß-Straße gekommen. „Er hat anders miaut als sonst und ist sofort unters Sofa abgehauen“, erzählt sie weiter. Erst als es Futter gegeben habe, sei der Kater wieder aufgetaucht. „Da habe ich schon gemerkt, dass sein Popo feucht vom vielen Lecken ist.“ Dabei gedacht hat sie sich nichts.

Molly hat jämmerlich geschrien

Auch am Dienstagabend, als der Kater ganz normal zum Schmusen kam und sie die Stelle am Hinterteil sieht, glaubt sie noch an einen alltäglichen, aber ungefährlichen, Kampf unter Katern.
„Am Mittwochmorgen, um 9 Uhr, hat Molly so jämmerlich geschrien, dass alle Nachbarn schon nach ihm gesucht haben.“ Als Knab den schwarzen Kater findet und feststellt, dass er seine Hinterpfote nachzieht, packt sie ihn direkt in die Transportbox und fährt mit ihm zum Tierarzt. Dieser röntgt Molly und stellt fest, dass eine Kugel in seinem Bauch steckt. Molly musste sofort operiert werden, da seine Harnröhre verletzt wurde. „Er muss jetzt am Tropf hängen und erst mal beim Tierarzt bleiben“, sagt Knab traurig.

Kugel stammt von Luftdruckwaffe

Der Arzt habe festgestellt, dass die Kugel von einer Luftdruckwaffe stammt. „Wir haben keinen Jäger hier in der Gegend“, erklärt Knab. Die Johann-Fraaß-Straße liegt in einem Wohngebiet und der Kater habe auch kein allzu großes Revier, in dem er sich bewegt. „Wir haben seit 40 Jahren Hunde und Katzen gehabt, so was ist mir noch nie passiert“, ist die ältere Dame bestürzt, „ich habe keine Ruhe mehr.“ Mollys Schwester Minki sei auch ganz unruhig und suche ihren Bruder, sagt Knab. Sie hat die beiden Tiere bereits seit sie sieben Wochen alte Katzenbabys waren. „Jedes zweite oder dritte Haus hier hat eine oder mehrere Katzen“, so Knab.

Anzeige gegen den Schützen

Bereits am Mittwochabend hat sie Anzeige gegen den unbekannten Schützen erstattet. Das Polizeipräsidium Offenburg bestätigte auf Nachfrage, dass wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und Sachbeschädigung ermittelt wird. Knab hat indes beschlossen, Flugblätter zu verteilen und verspricht eine Belohnung für Hinweise, die zur Ermittlung des Täters führen: „Ich setze 1 000 Euro Belohnung aus, in der Hoffnung, dass jemand zur Polizei geht.“

Zeugenhinweise

Der Schuss auf die Katze ist nicht der erste Fall von Tierquälerei in letzter Zeit in Bühl. Vor kurzem erst starb dort ein Hund nach dem Spazierengehen. In seinem Erbrochenen fand man spitze Metallteile – vermutlich hatte er einen präparierten Köder gefressen.

Hinweise an die Polizei unter der Telefonnummer 07223/990970.