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Vollbetrieb im Schwimmbecken: Solche Tage des Hochbetriebs bereiten den Kommunen der Region immer häufiger Sorgen statt gute Laune. Vor allem junge Besucher gefährden mit Respektlosigkeit und Gewaltausbrüchen die Sicherheit. | Foto: Jens Büttner/Illustration

Bühl und Pforzheim

Rekordhitze und Besucherrekorde: Ein Bad bleibt friedlich

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Rekordhitze und Massenandrang in den Schwimmbädern der Region – wie sah die Situation in Bühl und in Pforzheim aus?

In Pforzheim verbale Feindseligkeiten

In den Pforzheimer Bädern steigt die Aggressionskurve analog zu den Temperaturen. Stadtsprecher Philip Mukherjee: „Die Mitarbeiter unserer beiden Freibäder, Nagoldbad und Wartbergbad, beklagen seit Jahren eine Zunahme an aggressivem Verhalten und Respektlosigkeit. In den vergangenen Tagen war dabei durchaus eine Zuspitzung festzustellen.“ Allerdings sei es 2019 bislang bei verbalen Feindseligkeiten geblieben.

Keine Probleme in Bühl

Im Schwarzwaldbad in Bühl fährt das Personal neuerdings eine eindeutige Deeskalationsstrategie, um Handgreiflichkeiten zu vermeiden. „Die Eingriffschwelle für unsere Mitarbeiter liegt viel niedriger als früher“, berichtet Jörg Zimmer, Geschäftsführer der Bühler Sportstätten GmbH. „Wir gehen gleich auf die Leute zu und sprechen sie gezielt an.“ Der Erfolg gibt den Bühlern zumindest bisher Recht. In dieser Saison gibt es bislang praktisch keine Probleme, obwohl am Sonntag mit fast 4.000 Badegästen das beste Ergebnis seit 2006 erreicht wurde.
Nach Auskunft von Zimmer gab es in diesem Jahr nur einen einzigen Vorfall. Ein 42-jähriger Mann soll Mitte Juni in der öffentlichen Dusche vor zwei Jugendlichen eindeutige Bewegungen im Genitalbereich vollzogen haben. Die Polizei wurde alarmiert und ermittelt. „Wir haben ein Hausverbot ausgesprochen“, sagt Zimmer.