Emotionaler Ballverteiler: Zuspieler Stefan Thiel setzt die Angreifer der Volleyball Bisons Bühl auch in der kommenden Saison in Szene.
Emotionaler Ballverteiler: Zuspieler Stefan Thiel setzt die Angreifer der Volleyball Bisons Bühl auch in der kommenden Saison in Szene. | Foto: Thomas Steuerer

Volleyball-Bundesliga

Volleyball-Bundesligist Bisons Bühl startet die Feinplanung

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Sechs von zehn Spielern stehen im Kader des Volleyball-Bundesligisten Bisons Bühl für die Saison 2020/21 bereits fest. Während Zuspieler Stefan Thiel seinen Vertrag verlängerte, ist der Verbleib von Top-Scorer Anton Qafarena weiter offen.

Ein weiterer wichtiger Schritt in die zwölfte Bundesliga-Saison der Volleyball Bisons Bühl ist getan. Am Donnerstag erreichte die Badener die frohe Kunde aus der Zentrale der Volleyball Bundesliga (VBL). „Wir haben die Bestätigung, dass unser Antrag fristgerecht vorliegt“, berichtet Bisons-Manager Oliver Stolle. Bis zum 1. September müssen nun noch die wirtschaftlichen Nachweise erfolgen. Auch bezüglich des neuen Kaders sind die Bisons auf einem guten Weg. Sechs der insgesamt nur noch zehn Stellen sind bereits besetzt, nachdem zuletzt auch Zuspieler Stefan Thiel seinen Vertrag verlängerte.

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Der 22-jährige Thiel kam vor zwei Jahren vom damaligen Zweitligisten Grizzlys Giesen nach Bühl. Vorherige Stationen des Junioren-Nationalspielers waren das Volleyball-Internat Frankfurt und die United Volleys sowie der VC Olympia Berlin. „Ich kann es kaum abwarten gemeinsam mit dem Team endlich wieder im Bühler Hexenkessel spielen zu können, denn jedes Heimspiel ist einfach ein Highlight“, sagt Thiel, der im ersten Jahr nur wenig Einsatzzeit bekam. In der vergangenen Saison erhielt er denn meist den Vorzug vor dem nun nach Frankfurt wechselnden Mario Schmidgall.

Ich denke er ist bereit, in seiner Karriere weitere Schritte nach vorne zu machen

Bisons-Cheftrainer Alejandro Kolevich über Stefan Thiel

„In seiner zweiten Saison in Bühl hat er sich vor allem in wichtigen Spielen wie gegen Rottenburg, Giesen und Berlin in der Rückrunde bewiesen. Ich denke er ist bereit, in seiner Karriere weitere Schritte nach vorne zu machen“, lobt Cheftrainer Alejandro Kolevich die Entwicklung des mit 1,85 Meter kleinsten Akteurs im Aufgebot. Auch Manager Stolle sieht noch offenes Potenzial: „Ich wünsche mir für uns und für ihn, dass er sich weiter steigert und eine wichtige Rolle bei den Bisons übernimmt.“

Qafarena soll sich bis Ende Mai entscheiden

Neben Thiel tragen nach jetzigem Stand auch Tim Stöhr (Außenangriff), Edvinas Vaskelis (Diagonal), Alpar Szabo (Mittelblock) sowie die beiden österreichischen Neuzugänge Florian Ringseis (Libero) und Mathäus Jurkovics (Mittelblock) das Bisons-Trikot. Weiter offen ist der Verbleib von Top-Scorer Anton Qafarena. „Das Angebot steht. Wir hoffen, dass er bleibt“, sagt Stolle. Bis Ende Mai soll sich der albanische Diagonalangreifer entscheiden.

Roatta wechselt wohl nach Frankreich

Auf Abschied stehen die Zeichen bei Mittelblocker Sebastian Roatta. „Er geht wahrscheinlich nach Frankreich“, so Stolle, für den es nun an die Feinplanung geht. „Wir wollen den Kader so schnell wie möglich komplett haben“, sagt Stolle, der auch in Sachen Budget einiges zu tun hat. Momentan laufen zahlreiche Gespräche mit Sponsoren, die wegen der Corona-Krise verschoben werden mussten.

Nur zehn Teams in der Saison 2020/21

In der kommenden Saison, die planmäßig Mitte Oktober beginnt, bekommen es die Bisons vermutlich mit neun Konkurrenten zu tun. Die Meldefrist endete zwar erst am Freitag um 23.59 Uhr, doch nach Auskunft der VBL seien keine Überraschungen zu erwarten. So gehen neben den Bisons wohl folgende Clubs an den Start: Berlin Volleys, United Volleys Frankfurt, VfB Friedrichshafen, Volleys Herrsching, Powervolleys Düren, Netzhoppers Königs Wusterhausen, SVG Lüneburg und Grizzlys Giesen. Zudem kehrt das Ausbildungsteam VCO Berlin turnusgemäß ins Oberhaus zurück.

Streit mit Ex-Coach Verstappen vor Gericht

Nicht mehr dabei sind bekanntlich der TV Rottenburg, die Alpenvolleys Haching (beide freiwilliger Rückzug) sowie die Volleys Eltmann (Lizenz-Entzug). Weiterhin offen ist der Ausgang des Streits zwischen den Bisons und dem im Januar entlassenen Cheftrainer Johan Verstappen. „Der Ball liegt vor Gericht“, sagt Manager Stolle. Vor Juli sei keine Entscheidung zu erwarten.