In unmittelbarer Nachbarschaft des Feuerwehrgerätehauses in Balzhofen entsteht ein kleines Neubaugebiet mit elf Bauplätzen. | Foto: Bernhard Margull

Neubaugebiet Balzhofen

Warteliste für Häuslebauer in Bühl ist lang

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Das Interesse ist riesengroß. Lediglich elf Bauplätze gibt es im Neubaugebiet „Feuerwehrgerätehaus“ im Bühler Stadtteil Balzhofen. Das schließt (wie der Name schon sagt) unmittelbar an das im Frühjahr fertiggestellte Domizil der Floriansjünger an und wurde von den Balzhofenern seit Jahren gewünscht.

Keine große Entlastung

Eine große Entlastung auf dem angestrengten Wohnungsmarkt ist allerdings nicht zu erwarten. Inklusive Feuerwehrgerätehaus hat das Neubaugebiet eine Fläche von lediglich 1,21 Hektar. Von den elf Bauplätzen befinden sich nur fünf in kommunalem Besitz. Die Liste der Interessenten aus Balzhofen und von auswärts ist lang. Wer den Zuschlag erhält, ist offen. „Die Vergabekriterien wird der Gemeinderat noch beschließen“, berichtet Andrea Schubert von der Abteilung Liegenschaften der Stadt Bühl auf Anfrage dieser Zeitung. Der Quadratmeterpreis steht ebenfalls noch nicht fest. „Den müssen wir auf der Basis der Erschließungskosten kalkulieren“, sagt Schubert.

Günstiger als erwartet

Die sind immerhin deutlich günstiger als erwartet. Darüber freut sich Wolfgang Schuchter, Leiter der Abteilung Tiefbau im Rathaus. Für die Angebotssumme von 681 401 Euro erhielt eine Rastatter Firma den Auftrag zur Erschließung des Neubaugebietes, das in Form einer Sackgasse über die Balzhofener Straße angeschlossen wird. „Dies sind 19,4 Prozent weniger als von uns kalkuliert“, stellt Schuchter fest. „Das ist echt enorm.“ Vier Angebote für die Erschließung waren auf die Ausschreibung bei der Stadtverwaltung eingegangen. „Das ist im Hinblick auf die gute Auftragslage durchaus bemerkenwert“, meint Schuchter. Mit dem Rastatter Unternehmen hat er gute Erfahrungen gemacht. Das hat im Auftrag der Kommune bereits im Jahr 2016 die Güterstraße im Bereich des Bühler Bahnhofs ausgebaut. „Zu unserer vollen Zufriedenheit“, sagt der Tiefbauchef.

Grundwasser abgesenkt

In Balzhofen hat die Einrichtung der Baustelle bereits begonnen. Richtig los gehen die Arbeiten allerdings erst am 28. Oktober. Zunächst wird das Grundwasser abgesenkt. Dies ist notwendig, um den Kanal zu verlegen.

Elf Einzel- und Doppelhäuser

Im Neubaugebiet sind insgesamt elf Einzel- und Doppelhäuser geplant. Die fünf städtischen Grundstücke sollen nach Auskunft von Schuchter nur an Interessenten vergeben werden, die auch tatsächlich bauen wollen. Die Stadt will keine Spekulationsobjekte. Auf die Baugrundstücke im Privatbesitz hat die Kommune nur bedingt Einfluss. Schuchter geht aber davon aus, dass auch diese Grundstücke zügig bebaut werden. Eine Baupflicht für die Privaten gibt es allerdings nicht. Im Juli 2020 soll die Erschließung des Neubaugebiets in Balzhofen abgeschlossen werden. Unmittelbar anschließend können die Häuslebauer loslegen.

Hochwasserschutz wird verbessert

In der unmittelbaren Nachbarschaft des Baugebiets wird das Schiebeschachtbauwerk Ost neu gesetzt. „Damit wollen wir den Hochwasserschutz verbessern“, erklärt Wolfgang Schuchter. „Das betrifft nicht nur das Neubaugebiet.“ Hochwasser ist bekanntlich in Balzhofen immer ein Thema. „Um die Gefahr zu minimieren, werden wir einen Feldweg 30 bis 40 Zentimeter höher legen“, berichtet der städtische Tiefbauchef. Seine Bilanz zum Startschuss des Neubaugebiets im Bühler Westen ist positiv. „Die Balzhofener sind froh, dass es endlich losgeht“, sagt er. „Es ist toll, dass dieser lang gehegte Wunsch jetzt in Erfüllung geht.“