Unter Druck: Sebastian Roatta, Anton Qafarena und Lukas Demar (von links) müssen in den verbleibenden Saisonspielen dringend punkten, um den sportlichen Abstieg der Bisons Bühl aus der Volleyball-Bundesliga zu verhindern.
Unter Druck: Sebastian Roatta, Anton Qafarena und Lukas Demar (von links) müssen in den verbleibenden Saisonspielen dringend punkten, um den sportlichen Abstieg der Bisons Bühl aus der Volleyball-Bundesliga zu verhindern. | Foto: Thomas Steuerer

Sport

Warum ein Abstieg der Bühler Volleyballer ein unrealistisches Szenario ist

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Die Trennung von Cheftrainer Johan Verstappen erklärten die Bisons Bühl nicht zuletzt mit der aktuellen Tabellensituation der Volleyball-Bundesliga. Um den drohenden Abstieg abzuwenden, habe man diese Veränderung in die Wege geleitet. Doch wie akut ist sie denn wirklich, die Gefahr eines Absturzes aus der Bundesliga. Die BNN geben dazu einen Überblick.

Wie viele Vereine steigen nach dieser Saison aus der Bundesliga ab?

Sportlich gibt es zwei Absteiger, daran wird sich nichts ändern, betont Daniel Sattler, Prokurist der Volleyball Bundesliga GmbH (VBL) in Berlin. Diese Anzahl kann sich jedoch reduzieren, wenn es zu weniger als zwei sportlichen Aufsteiger kommt.

Welche Clubs wollen aus der Zweiten Bundesliga aufsteigen?

Nach der laufenden Saison ist maximal ein regulärer Aufsteiger möglich, da sich von den Zweitligisten nur der Moerser SC an der Vorlizenzierung (Stichtag: 1. November) beteiligt hat. Für einen sportlichen Aufstieg ist mindestens Rang drei notwendig. Derzeit ist Moers Dritter der Nord-Liga und muss in den ausstehenden neun Partien sechsmal auswärts antreten.

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Was bedeutet eine reduzierte Anzahl an Aufsteigern?

Nach aktuellem Stand wird mindestens ein Platz für die kommende Bundesliga-Saison frei sein. Dafür können sich die sportlichen Absteiger bewerben, wobei der Elfte im Vergleich mit dem Zwölften einen Vorteil hat. Klar ist, dass 2020/21 das Ausbildungsteam VCO Berlin wieder hinzukommt. Im Normalfall soll mit 13 Mannschaften gespielt werden, auch eine Aufstockung auf 14 Teams ist theoretisch möglich.

Was passiert mit den insolventen Volleys Eltmann?

Das derzeitige Erstliga-Schlusslicht bleibt nach einer Entscheidung der VBL vom vergangenen Freitag vorerst im Spielbetrieb, muss aber mit einem Punktabzug rechnen. „Wir sind super glücklich, dass wir weitermachen dürfen“, sagt Eltmanns Manager Manohar Faupel, der bis August 2019 für die Bisons Bühl tätig war. Ob Eltmann über die Saison hinaus in der Bundesliga bleibt, ist offen. „Wir machen uns Gedanken“, sagt Faupel, der mit Blick auf die wirtschaftlichen Probleme eine „Harakiri-Aktion“ ausschließt.

Welche Optionen haben die Bisons Bühl, falls sie am Ende auf Platz elf oder zwölf landen?

„Wir planen weiter mit der Bundesliga“, sagt Bisons-Manager Oliver Stolle, der im Fall eines Abstiegsplatzes einen Antrag auf einen freien Bundesliga-Platz stellen will. Die Prognose wäre dabei aufgrund der Entwicklung des Standorts Bühl positiv. Ziel ist freilich, diesen Weg zu umgehen und sich sportlich für die zwölfte Bundesliga-Saison in der Vereinsgeschichte zu qualifizieren.

Wie ist der Stand der Planungen für die Saison 2020/21?

Im Vergleich zu den Vorjahren laut Stolle sehr gut, bereits bis Mitte April soll das Budget gedeckt sein. Bis 1. April beantragen die Bisons die Lizenz, bis zum 15. April müssen die entsprechenden Nachweise bei der VBL vorliegen.

Auch mit einigen Tagen Abstand hält sich Johan Verstappen mit öffentlichen Äußerungen zu seiner Entlassung beim Volleyball-Bundesligisten Bisons Bühl zurück. Nach wie vor sei er überrascht und enttäuscht von der Entscheidung der Vereinsführung, die den 49-jährigen Niederländer erst vor einem Jahr zur Saison 2019/20 mit einem Zwei-Jahres-Vertrag verpflichtet hatte.
Die Wahrnehmung der Bisons-Macher, dass sich die Stimmung in und um die Mannschaft gegen den Chefcoach entwickelt habe, teilt Verstappen nicht. „Da haben wir zwei verschiedene Meinungen.“ Näher will er sich mit Verweis auf ein ausstehendes Gespräch mit den Bisons-Verantwortlichen nicht äußern.