In der Kolumne "Zusammen zuhause" berichten die BNN-Redakteure über ihren Alltag in Zeiten des Coronavirus.
In der Kolumne "Zusammen zuhause" berichten die BNN-Redakteure über ihren Alltag in Zeiten des Coronavirus. | Foto: peterschreiber.media/Adobe Stock, imago (Montage)

Kolumne „Zusammen zuhause“

Eine Familie trainiert das Überleben im Wald

Anzeige

Wir wollen vorbereitet sein. Wir wollen im Falle eines Falles autark in der Natur überleben. Und da unsere Immobilie glücklicherweise nur wenige Kinderfußminuten vom Wald entfernt liegt, nutze ich das, um mit den Kurzen zum Überlebenstraining unserer Familie auszurücken.

Die Jungs sind gern draußen – wenn ihnen danach ist – der Hund sagt nie Nein. Zu richtigen Survival-Experten fehlt unserem Nachwuchs an diesem wunderbaren, sonnigen Morgen aber noch ein Stück. Die beiden Herren lassen sich im Croozer fahren.

Familien im Ausnahmezustand: Schulen und Kitas sind geschlossen. Die Eltern arbeiten im Homeoffice. Der Alltag folgt in Zeiten der Corona-Pandemie neuen Regeln. Wie verändert sich dadurch das Zusammenleben? Darüber berichten in dieser Kolumne BNN-Redakteure in unterschiedlichen Lebenssituationen und Familienkonstellationen.

Papa als Motivationsguru

Kaum erreichen wir die ersten Bäume, ertönt aus der Multifunktions-Zweikinderkarre Protest: „Ich will nicht in den Wald“, meldet sich der Dreijährige. Der Hund schaut skeptisch, der Papa versucht sich als Motivationsguru. „Wir kommen gleich auf einen schmalen Pfad, und da liegt ein umgefallener, großer Baum, auf dem ihr toll klettern könnt. Vielleicht entdecken wir sogar ein paar Insekten zum Anschauen in der Becherlupe. Außerdem gibt es Kekse!“ Letzteres wirkt einfach besser als „mit etwas Glück finden wir ein paar leckere Maden und Regenwürmer zum Knabbern.“

Der lange Weg in die Wildnis

Später einmal, wenn wir Profis sind. Ein paar Minuten später: Der Fünfjährige ist längst mit Taschenmesser, Kompass und Lupe (heißt heute Outdoor-Set) losgezogen, sein Bruder sitzt immer noch im Croozer. „Ich will nicht raus!“ Er bequemt sich schließlich doch.

Zwei junge Outdoor-Fans in Aktion. | Foto: jös

Nach zwei Stunden Expedition geht der Wille des Nachwuchses, nach Hause zurückzukehren, gegen Null. Ein Anfang ist gemacht! Wir werden weiter trainieren. Im Supermarkt sind derweil einmal mehr Toilettenpapier und Mehl ausverkauft. Aber da findet sich im Wald bestimmt eine Alternative.

Weitere Folgen
E-Mail für Dich: Elternvertreter vor neuen Herausforderungen
WG-Besichtigung in Zeiten des Coronavirus
Wenn die Geburtstags-Piratenparty des Sohns wegen des Coronavirus ausfällt
Wenn sich das Homeoffice langsam in der gesamten Wohnung ausbreitet
Warum die Katze mit Durchfall indirekt auch unter Covid-19 leidet
Der freundliche Supermarktleiter Herr L. wird angeschrien
Frau Illing und Herr Klepp sammeln in Karlsruhe Müll auf
Mit dem Teenager durch die Corona-Krise
Zum Scheitern verdammt: der Corona-Stundenplan
Videokonferenz mit den hessischen Großeltern
Bloß nicht husten: In Coronazeiten zum Zahnarzt
Hobby-Gärtner sind Krisengewinner
Zahnende Zwillinge werden zur Zerreißprobe