Ein Großbrand im Bühler Stadtteil Moos zerstörte zwei Lagerzelte.
Ein Großbrand im Bühler Stadtteil Moos zerstörte zwei Lagerzelte. | Foto: Bernhard Margull

Feuerwehreinsatz in Bühl

Zwei Lagerzelte gehen in Flammen auf

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Zwei Lagerzelte in einem Gewerbebetrieb im Bühler Stadtteil Moos brannten in der Nacht zum Montag völlig ab. Die Brandursache ist nach Mitteilung der Polizei noch unklar. „Die Kollegen des Polizeireviers ermitteln und waren bereits am Montagmorgen vor Ort“, erklärte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Offenburg gegenüber dieser Zeitung.

Nachthimmel durch Flammen erhellt

Den Ausbruch des Feuers meldeten Anwohner am Sonntagabend um 22.30 Uhr. Die Freiwillige Feuerwehr Bühl rückte mit den Abteilungen Bühl, Moos, Balzhofen und Vimbuch aus. Insgesamt waren 36 Feuerwehrleute mit sieben Fahrzeugen im Einsatz. Bereits bei der Anfahrt mit Blaulicht und Martinshorn sahen die Floriansjünger von weitem über dem Betrieb in der Straße „Am Dreschschopf“ eine Rauchsäule und Flammen, die den Nachthimmel erhellten. „Die beiden Lagerzelte standen bereits in Vollbrand, als wir den Unglücksort erreichten“, berichtet der Bühler Feuerwehrkommandant Günter Dußmann im Gespräch mit dieser Zeitung. „Es handelt sich dabei um im Branchenjargon als fliegende Bauten bezeichnete Gebäude, die sich schnell aufbauen lassen, um zusätzlichen Lagerraum zu schaffen.“ Die Lagerzelte bestehen aus einem skelettartigen Traggerüst und einer Außenhaut zum Schutz vor der Witterung. „In den beiden Zelten wurden Kartonagen, Paletten und sogenannte Intermediate Bulk Container aus Metall und Kunststoff gelagert, die aber leer waren.“

Hauptgebäude in Gefahr

Die Feuerwehr stand in Moos vor einem gewaltigen Problem. Unmittelbar neben den beiden Zelten steht das Hauptgebäude des Unternehmens aus Holz. Die Zelte und ihr Inhalt waren nicht zu retten. „Es war unsere wichtigste Aufgabe das Übergreifen des Feuers auf das Hauptgebäude zu verhindern“, berichtet Dußmann. „Das ist uns gelungen.“  Der Funkenflug und die Hitze waren gewaltig. „Am Hauptgebäude sind Glasfenster zersprungen und Türen geschmolzen“, sagte der Feuerwehrchef. „Durch unser entschlossenes Handeln und den Aufbau einer Riegelstellung haben wir die Ausbreitung des Brandes verhindert.“ Dabei kam auch die Drehleiter der Bühler Wehr zum Einsatz.

Für die Bühler Feuerwehr war der Brand in Moos ein Großeinsatz. | Foto: Bernhard Margull

Kampf gegen Glutnester

„Mehrere Trupps unter Atemschutz und Feuerwehrleute mit insgesamt drei C-Rohren bekämpften das Feuer. Um in der Dunkelheit arbeiten zu können, wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet. „Nachdem wir den Brand unter Kontrolle hatten, haben wir das Lager mit einem Radlader geleert und die letzten Glutnester gelöscht“, erklärte Dußmann.  Der Einsatz dauerte bis 3.45 Uhr. Neben Feuerwehr und Polizei waren auch der Rettungsdienst und eine Schnelleinsatzgruppe des Deutschen Roten Kreuzes vor Ort. Die Schadenshöhe kann nach Auskunft der Polizei noch nicht genau beziffert werden, beträgt aber in jedem Fall mehrere zehntausend Euro.

Wenige Probleme mit Flächenbränden

Trotz des extrem heißen und trockenen Sommers hat die Feuerwehr in diesem Jahr relativ wenig Probleme mit Bränden, die witterungsbedingt sind. „Es gab bisher erst vier Flächenbrände“, berichtete Günter Dußmann. „Das sind weniger als in anderen Jahren. Offensichtlich sind die Leute sensibilisiert und deshalb vorsichtig. Arbeit haben wir allerdings mehr als genug.“