Ein 60-Jähriger steht in dringendem Verdacht seine 38-jährige Frau und seinen Achtjährigen Sohn getötet zu haben. | Foto: IM

Ein Elfjähriger überlebte

60-Jähriger vor dem Haftrichter: Er soll Frau und Kind in Tiefenbronn getötet haben

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Ein 60-jähriger Mann steht in dringendem Verdacht, seine 38-jährige Frau und seinen achtjährigen Sohn getötet zu haben.

Laut Polizei Karlsruhe rettete sich der elfjährige Sohn des Ehepaars am Samstag gegen 13.15 Uhr in Tiefenbronn-Mühlhausen im Enzkreis auf die Straße. Dort fand ihn ein Passant lebensgefährlich verletzt vor. Der Zeuge verständigte umgehend den Rettungsdienst und die Polizei.

Verdächtiger festgenommen

Aufgrund der Angaben des Elfjährigen wurden mehrere Streifenwagen hinzugezogen und das Haus durchsucht. Hierbei fanden die Beamten die 38-Jährige und den Achtjährigen tot im Wohnhaus auf.

Der 60-Jährige konnte festgenommen werden. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht und soll morgen dem Haftrichter vorgeführt werden. Zu seinem Zustand oder zu einem möglichen Motiv machte die Polizei keine Angaben.

Der Elfjährige wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Weitere Angaben machte die Polizei zunächst nicht. Das Kriminalkommissariat Pforzheim hat die Ermittlungen übernommen.

Vom DRK waren  zwei Notarzteinsatzfahrzeuge, drei Rettungswagen, ein Krankentransportwagen, ein leitender Notarzt, der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes und ehrenamtliche Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams (Notfallseelsorge) vor Ort. Zudem war ein Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung im Einsatz.

Bürgermeister zeigt sich „bestürzt“

Bürgermeister Frank Spottek äußerte sich am Sonntag „bestürzt und erschüttert“ über die Tat. Er sei am Samstagnachmittag auf dem Häckselplatz beschäftigt gewesen, als ihn der Leiter des Kriminalkommissariats Pforzheim über den Vorfall informierte. Daraufhin habe er sich so schnell wie möglich zum Ort des Geschehens begeben, unmittelbar nachdem die Polizei dort alles gesichert hatte.

Einen Eindruck von der Gemütslage im Ort erhielt der Schultes noch am gleichen Abend: „In Mühlhausen fand ja ein ,Frühjahrskonzert‘ statt. Da war die Stimmung schon sehr gedrückt. Alle sind schockiert über die Tat“, berichtet der Bürgermeister. Der mutmaßliche Täter sei ja im Ort bekannt gewesen und die Nachricht habe schnell die Runde gemacht. Der Mann ist kein gebürtiger Mühlhausener und sei im Ort „durch soziale Kontakte nicht eng verwurzelt“ gewesen, beschreibt Spottek.

dpa/bba

 

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