Für die Quarantäne-Unterbringung der mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeiter von Müller-Fleisch sind noch Kosten von etwa 750.000 Euro offen. | Foto: Fix

Coronavirus im Enzkreis

Noch sind 750.000 Euro offen für Quarantäne bei Müller-Fleisch

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Für die Quarantäne-Unterbringung der mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeiter von Müller-Fleisch sind noch Kosten von etwa 750.000 Euro offen. Darüber informierte Enzkreis-Landrat Bastian Rosenau am Donnerstag. Über die Verteilung der Kosten befinde sich der Kreis unter anderem in Gesprächen mit der Stadt Pforzheim.

Er wolle sich Ende Juni mit OB Peter Boch (CDU) und den Geschäftsführern von Müller Fleisch zusammensetzen. Wie schnell man sich einigen könne, „lässt sich aktuell noch nicht sagen“, so Rosenau. Konkret geht es um die Kosten für die Quarantäne-Einrichtungen in Niefern, Schömberg und Hohenwart. Für die Unterbringung in der Jugendherberge Rabeneck in Pforzheim hatte die Firma selbst bezahlt.

Zur Kostenfrage haben die FDP-Abgeordneten Rülke und Schweickert Antwort von Gesundheitsminister Lucha erhalten. Sie werfen ihm vor, auszuweichen. „Auf unsere Frage inwieweit Müller Fleisch zur Kostenübernahme gezwungen werden kann, heißt es von Lucha lediglich, das werde derzeit geprüft. Wir hoffen, dass diese Prüfung bald ein Ende hat und das Ergebnis heißt: Müller-Fleisch zahlt alles!“

Neue Corona-Tests bei Müller-Fleisch sind negativ

Neue Corona-Tests bei 530 Mitarbeitern von Müller-Fleisch in Birkenfeld bei Pforzheim haben keinen Nachweis des Virus mehr erbracht. Für 40 Beschäftigte stehe ein Ergebnis noch aus, teilte das Landratsamt des Enzkreises am Donnerstag mit.

In einer vorangegangenen Testrunde waren noch 16 Beschäftigte positiv getestet worden.

In der Fleischfabrik hatte es etwa 400 Infektionen mit dem Coronavirus gegeben. Viele Mitarbeiter mussten in häusliche Quarantäne. In Schlachthöfen gibt es immer wieder hohe Zahlen von Corona-Infektionen, aktuell beim Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück in Nordrhein-Westfalen.

dpa/BNN