Schnell vor Ort waren die Feuerwehren aus Illingen, Mühlacker und Vaihingen bei einem Brand in einer Recycling-Firma. | Foto: Gress

Brand in Recyclingfirma

Elektroschrott fängt in Illingen Feuer – Polizei warnt Anwohner vor Rauch

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Die Aufregung war groß in Illingen am Montagmorgen. Polizeiwagen fuhren durch die Straßen, warnten die Anwohner, die Fenster und Türen geschlossen zu halten. Denn Rauch zog zu ihnen, und der hätte giftig sein können.

Gegen 10.15 Uhr hatte es beim Recycling-Unternehmen Süd-Rec gebrannt. Ein Container voller Elektroschrott hatte Feuer gefangen, durch den Brandmelder sei die Feuerwehr dann zügig vor Ort gewesen.

Standortleiter der Firma sieht Lithium-Akkus als grundlegendes Problem

„Wir haben leider eine gewisse Routine mit Bränden“, erklärt Standortleiter Jan Lagodka. Normalerweise entstehe aber nicht so viel Rauch. Ein ausgemusterter Akku habe das Feuer ausgelöst. „Gott sei Dank sah es nach mehr Rauch aus, als es wirklich war.“

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Das Problem, so Lagodka, sei ein immer wiederkehrendes in der Branche: „Früher wurden nicht so viele Hochleistungs-Akkus aus Lithium verwendet wie heute“, sagt der Experte. „Die liegen im Elektroschrott als tickende Zeitbomben. Diesmal hat es uns getroffen.“ Dem widerspricht die Polizei nicht. Auf eine Brandstiftung gebe es keinen Hinweis, so ein Sprecher.

Rauch richtete keine größeren Schäden an

Personen kamen zum Glück nicht zu Schaden. Polizei und Feuerwehr bestätigen, dass der Aufruf an die Bevölkerung vor allem aus Gründen der Vorsicht erfolgte, da der Wind in eine ungünstige Richtung wehte.

„Da kann immer mal Rauch in Wohnungen eindringen und zu einer Rauchgasvergiftung führen“, erklärt der Sprecher der Polizei. Am Montag allerdings hatte man die Lage schnell unter Kontrolle. „Evakuieren haben wir nicht müssen“, sagt der Illinger Feuerwehrkommandant Joachim Saalbach. 50 Feuerwehrleute von den Wehren aus Mühlacker, Vaihingen und Illingen waren demnach im Einsatz.

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