Ein Pilot der Rettungshundestaffel fliegt wegen des Waldbrandes bei Wilferdingen eine Drohne, um den Brandherd zu finden.
Ein Pilot der Rettungshundestaffel fliegt wegen des Waldbrandes bei Wilferdingen eine Drohne, um den Brandherd zu finden. | Foto: Myroshnichenko

Drohne im Einsatz

Erneuter Waldbrand: Gebiet bei Remchingen in Flammen

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Nur einen Tag nach dem Waldbrand in Neuenbürg steht am Mittwochnachmittag auch in Remchingen der Wald in Flammen. „Wie schon in Neuenbürg haben wir auch hier wieder mehrere Brandherde, so dass erneut der Verdacht auf Brandstiftung besteht“, so Polizeisprecher Frank Otruba.

Gegen 14.50 Uhr wurden an insgesamt drei Stellen hinter dem Freibad Flächenbrände ausgemacht, wobei der größte rund 100 Quadratmeter einnahm. Die sofort hinzugerufene Freiwillige Feuerwehr Remchingen bekam die Brände gerade im Hinblick auf die vorherrschende Trockenheit glücklicherweise schnell unter Kontrolle. Um Glutnester und weitere Brandstellen im Wald ausschließen zu können, setzte die Rettungshundestaffel auf Anforderung der Feuerwehr eine Drohne ein und die Feuerwehr wässerte noch längere Zeit nach. Ein zunächst angeforderter Hubschrauber stand nicht zur Verfügung.

Schaden hält sich in Grenzen

Mit Unterstützung der Feuerwehren aus Birkenfeld und Keltern waren insgesamt 33 Kräfte der Feuerwehr im Einsatz. Durch den schnellen Feuerwehr-Einsatz wurde glücklicherweise nur Unterholz und kleinere Flächen in Mitleidenschaft gezogen. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt. Da die Brandherde unabhängig voneinander und in einer Entfernung von bis zu 500 Metern festgestellt wurden, wird von einer vorsätzlichen Brandstiftung ausgegangen.

Auch in Neuenbürg „Feuerteufel“

Auch im Fall des Waldbrandes im Bereich der B 294 beziehungsweise in der Nähe des Friedhofes von Neuenbürg gehen die Ermittler des Kriminalkommissariats Pforzheim zwischenzeitlich von Brandstiftung aus. Dafür spricht nicht zuletzt auch die Sicherstellung eines Einwegfeuerzeugs an einem der drei festgestellten Brandorte, das nun spurentechnisch von der Kriminaltechnik untersucht wird.

Zeugen gesucht: Hinweise erbeten an den Kriminaldauerdienst unter Telefon (0721)6660