Redebedarf sieht Michael Wittwer nach der schwachen Vorstellung seines Teams. | Foto: Rubner

Fußball-Oberliga

FCN-Trainer Wittwer wütend

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(se). Zumindest den zweiten Tabellenplatz und damit im schlechtesten Fall die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Fußball-Regionalliga hat Oberligist Bahlinger SC sicher. Zwei Spieltage vor Saisonende bauten die Mannen vom Kaiserstuhl ihren Vorsprung an der Spitze auf den Zweiten Stuttgarter Kickers auf drei Zähler aus – auch dank der „Mithilfe“ des FC Nöttingen, der bei der 0:5(0:2)-Niederlage auf der Ponderosa chancenlos war.

FCN-Coach Wittwer vermisst Einstellung und Mentalität

Entsprechend angefressen war dann auch FCN-Trainer Michael Wittwer. „Es gibt wenig zu sagen zur Partie. Das Ergebnis spiegelt unsere Leistung wider. Bei uns fehlten Einstellung und Mentalität.“ Bahlingen zeigte sich kämpferisch gewillter und spielfreudiger. Das Chancenplus erarbeitete sich der Bahlinger SC über weite Strecken der teilweise einseitigen Partie. Im ersten Abschnitt hatte Timo Brenner mit einem Distanzschuss neben das Tor die einzige Möglichkeit für Nöttingen. Ansonsten drückte der BSC und hatte mit zwei Lattentreffern (8., 31.) Pech.

Bahlingens Fischer trifft gegen Nöttingen dreimal

Dennoch lag der Gastgeber zur Pause mit 2:0 vorne. Santiago Fischer hatte beide Treffer markiert. Beim 1:0 köpfte er eine Flanke von Erich Sautner in die Maschen. Ein Ballverlust auf der rechten Seite begünstigte das 2:0. Serhat Ilhan tanzte die FCN-Defensive aus, seinen Pass drückte Fischer über die Linie.
Mit der ersten Chance nach der Pause erhöhte das Heimteam zum 3:0. Nach abgewehrter Ecke schaltete Bahlingen blitzschnell um, Nöttingen rannte hinterher. Andreas Dups im FCN-Tor wehrte zwar den folgenden Sautner-Schuss ab, aber Fischer staubte ab. Mit der Hereinnahme von Eray Gür kam zwar mehr Schwung in die Nöttinger Offensivaktionen, doch die Gäste strahlten insgesamt zu wenig Torgefahr aus. Bahlingen kontrollierte das Spiel und legte durch Sautner (66.) und Bektasi (78., Foulelfmeter) entscheidend nach. Der FCN war zwar bemüht, erwischte aber einen rabenschwarzen Tag und hätte sich die Anreise an den Kaiserstuhl eigentlich sparen können.

Es gibt einiges zu klären

Wittwer flüchtete sich in Ironie. „Gut war, dass wir nur fünf Gegentore bekommen haben. Mein Team hat nicht dagegengehalten. Intern gibt es in der nächsten Woche einiges zu klären.“