Ihre gute Leistung aus dem Hinspiel nicht wiederholen konnte Jasmine Thomas (vorne). | Foto: Pollkläsener

Basketball der Frauen

Kelterns Basketball-Sterne verpassen die Vorentscheidung in Herne knapp

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Die Enttäuschung war groß im Lager von Kelterns Sternen nach der zweiten Partie der Finalserie um die deutsche Meisterschaft im Frauenbasketball, diesmal in Herne. War man wirklich so nah dran gewesen am 2:0, der Vorentscheidung? Und was war da in den letzten 15 Minuten des Spiels nur schief gelaufen?

Keltern-Coach Hergenröther ist bedient

„Offensive Rebounds beim Gegner und selbst nicht getroffen“, so lautete die knappe Analyse des „sehr enttäuschten“ Sterne-Trainers Christian Hergenröther nach der Partie. Denn genau genommen hat nicht Herne die Sterne geschlagen, sondern sie sich selbst.

Herne zu Beginn ähnlich unsicher wie noch in Keltern

Herne, nach dem 1:0 der Sterne vom Mittwoch unter Druck, musste unbedingt gewinnen. Entsprechend war die Anspannung bei den Gastgeberinnen zu spüren, während Keltern halbwegs entspannt im ersten Viertel agierte und zu leichten Würfen kam. Die 20:12-Führung Mitte des zweiten Viertels (15:10 stand es nach zehn Minuten) war die logische Konsequenz.

Kuijt bringt Herne wieder in die Spur

Dann allerdings zeigten sich die ersten Wackler, denn Herne wurde stärker. Angeführt von „General“ Karin Kuijt und der wiedererstarkten Jordan Frericks kämpften sich die Frauen aus dem Ruhrgebiet zurück ins Spiel und glichen sogar aus, ehe die Sterne mit einer Freiwurfserie zumindest eine kleine Halbzeitführung retten konnten (33:30).

Stach legt Grundstein für Kelterner Fabellauf

Was dann folgte, hätte normalerweise Eingang in heroische Epen finden müssen. Emma Stach, im ersten Spiel noch punktlos geblieben, übernahm mit fünf Punkten in Serie, darunter einem Dreier, die Verantwortung und initiierte einen Sturmlauf der Sterne zum zwischenzeitlichen 44:33. Doch dann lief nicht mehr viel zusammen.

Herne kämpft sich zurück und im Schlussviertel vorbei

Der Vorsprung schmolz zusehends, und schon zum Ende des dritten Viertels war Herne wieder dran, mit 46:46 ging es ins Schlussviertel. Dort brauchte Keltern lange fünf Minuten, ehe den Sternen die ersten Punkte gelangen. Da war das keinesfalls treffsicherere Herne allerdings schon in Führung gegangen. Zwei Minuten vor Schluss betrug der Abstand bereits sechs Punkte. Keltern versuchte noch einmal alles und Emma Stach hätte sich mit einem späten Dreier-Versuch zur Heldin aufschwingen können. Doch dieses Mal scheiterte sie.

Sterne sorgen sich um Jasmine Thomas

Und noch einen Schock-Moment gab es für die Sterne, als Kapitänin Jasmine Thomas kurz vor Spielende humpelnd vom Feld musste. „Wir werden jetzt sehen müssen, wie es ihr geht“, sagt Hergenröther. „Aber am Ende des Tages steht es jetzt 1:1. Weiter geht’s.“