Hausmaus
Die Straubenhardthalle wurde vorsorglich geschlossen, nachdem Mäusekot gefunden worden ist. Der Schulbetrieb in der benachbarten Wilhelm-Ganzhorn-Schule geht weiter.

Klassenzimmer nicht betroffen

Mäusekot in der Straubenhardthalle: Vereinssport eingestellt

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In der Straubenhardthalle und der benachbarten Wilhelm-Ganzhorn-Schule in Straubenhardt-Conweiler wurde Mäusekot gefunden. Ein Vereinsmitglied habe den Kot im Bereich der Sportgeräte entdeckt und der Gemeinde einen Hinweis gegeben, sagte der Straubenhardter Bürgermeister Helge Viehweg auf Nachfrage.

Auch im Bereich des Kiosks der Schule wurde Mäusekot gefunden; der Kiosk sei daraufhin gesperrt worden. Die Klassenzimmer seien aber nicht vom Mäusebefall betroffen, teilt Viehweg weiter mit.
Die Straubenhardthalle samt Geräteräume und Vereinszimmer wurden nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt am Donnerstag vorsorglich geschlossen. Der Schulbetrieb könne weiterlaufen, nicht jedoch der Schul- und Vereinssport. „Beim Sport ist die Gefahr für Staubentwicklung höher“, erklärt der Bürgermeister den Zusammenhang.

Nächste Woche kommt der Kammerjäger

Grundsätzlich sei noch nicht sicher, ob der aufgefundene Kot von Mäusen stammt, und derzeit gebe es auch keine Anzeichen auf eine Übertragung auf Menschen oder Krankheiten, gibt Viehweg Entwarnung. Die Gemeinde wolle dennoch keine Risiken eingehen: „Die Sicherheit geht vor.“

Mehr zum Thema: In der Fritz-Erler-Schule in Pforzheim gab es schulfrei wegen Mäusebefalls

Präventionsmaßnahmen seien eingeleitet, schildert Viehweg die weitere Vorgehensweise. Die Gemeinde habe eine Fachfirma beauftragt. Nächste Woche komme ein Kammerjäger und nehme Bekämpfungsmaßnahmen vor. Danach will die Gemeinde entscheiden, wie es weitergeht. Sobald der Befall fachgerecht behandelt wurde, könne die Straubenhardthalle aber wieder geöffnet werden. Außerdem gebe es regelmäßige Rücksprachen mit dem Gesundheitsamt.

Obwohl Erinnerungen an den Mäusebefall im Dezember in der Pforzheimer Fritz-Erler-Schule wach werden, könne man beide Fälle nicht vergleichen, weil es in der Pforzheimer Schule eine Lüftungsanlage gebe, sagte Bürgermeister Viehweg.

Hintergrund: Mäusebefall
Weil sich Mäuse eingenistet hatten, wurde die Pforzheimer Fritz-Erler-Schule Mitte Dezember vorsorglich evakuiert. Rund 1.200 Schüler wurden heimgeschickt und der Schulbetrieb erst nach den Weihnachtsferien wieder aufgenommen. Die zugehörige Schwimmhalle dagegen ist wenige Tage später wieder eröffnet worden. Die Stadt wollte kein Risiko eingehen, denn durch die offene Bauweise hätten sich mögliche Krankheitserreger im Kot der Tiere, etwa das Hantavirus, leicht über Staubpartikel verbreiten können. Zudem war anfangs nicht klar, um welche Nagetiere es sich handelte. Kammerjäger kamen mehrfach in die Schule und legten Köder aus.
Danach wurde das Gebäude desinfiziert. Die Maßnahmen fruchteten: Am 7. Januar wurde die „mausfreie“ Schule wieder geöffnet.