Böller
In der Mühlacker Mörike-Schule sind am 7. Januar mehrere Schüler verletzt worden, als einer von ihnen einen Böller zündete (Symbolbild). | Foto: Patrick Pleul/Archiv

Schulleiter im Kurzinterview

Nach Böller-Unfall in Mühlacker: „Werden angemessene Maßnahme treffen“

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In der Mühlacker Mörike-Schule sind am 7. Januar mehrere Schüler verletzt worden, als einer von ihnen einen Böller zündete. Der Junge, der den Böller hielt, verlor dabei einen Finger. Eine Woche nach dem Vorfall hat BNN.de-Redakteurin Britta Baier mit dem Schulleiter der Mörike-Realschule, Hans-Joachim Blum, gesprochen. Er berichtet, wie es den Schülern eine Woche nach dem Unfall geht und welche Konsequenzen es gibt.

Herr Blum, es ist etwa eine Woche seit dem Böller-Unfall vergangen, bei dem sich ein Schüler schwer verletzt hat. Wie ist die Stimmung im Kollegium und unter den Schülern – kann man davon sprechen, dass in der Mörike-Realschule inzwischen wieder „Normalzustand“ herrscht?

Blum: Bei Schülern, die nicht direkt betroffen waren, lief der Unterricht normal weiter. In der betroffenen Klasse konnten wir durch den schnellen Einsatz der Schulpsychologen, vielen Gesprächen mit den Lehrkräften und der Schulsozialarbeit die Schülerinnen und Schüler so stabilisieren, dass inzwischen der Unterricht weitgehend wieder normal ablaufen kann.

Hans-Joachim Blum, Leiter der Mörike-Realschule in Mühlacker. | Foto: privat

 Weiß man, wie es dem schwerverletzten 15-Jährigen geht? Und sind die gesundheitlichen Beschwerden bei den vom Unfall betroffenen Mitschülern wieder abgeklungen?

Der verletzte Schüler befindet sich noch im Krankenhaus, ist aber auf dem Wege der Besserung.

Blum: Der verletzte Schüler befindet sich noch im Krankenhaus, ist aber auf dem Wege der Besserung. Alle anderen Schüler konnten inzwischen wieder weitgehend die Schule besuchen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Ersthelfern in der Schule und den Rettungskräften bedanken, die schnell zur Stelle waren, und bei den Schulpsychologen, die uns sehr unterstützt haben.

Steht bereits fest, mit welchen schulischen Konsequenzen der Schüler rechnen muss? Wird er eventuell gar nicht mehr an die Mörike-Realschule zurückkehren?

Blum: Da der Schüler nicht nur sich selbst gefährdet und verletzt hat, sondern auch Mitschüler, werden wir eine angemessene und verhältnismäßige schulische Maßnahme treffen, wenn alle Befragungen beendet sind.