Entscheidend Maß nimmt Timo Brenner. Sein Schuss schlägt zum 3:1 ein. Bissingens Yannick Toth (links) kommt zu spät. | Foto: Rubner

Fußball-Oberliga

Nöttinger Feiertage

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Groß war der Jubel in der Nöttinger Kleiner-Arena, als am Donnerstagabend der Schlusspfiff von Schiedsrichter Hafes Gerspacher (Heitersheim) ertönte. Während die Bissinger Spieler geschlagen zu Boden sanken, bildeten die Oberligafußballer des FCN einen Kreis und freuten sich über drei wichtige Punkte im Aufstiegsrennen und den vierten Erfolg in Serie. Den 3:2(3:1)-Heimsieg vor offiziell 465 Zuschauern hatte sich der Gastgeber „redlich erarbeitet“, wie Trainer Michael Wittwer fand – und schlussendlich auch redlich verdient.

Zwei Sonntagsschüsse
am Gründonnerstag

FSV-Coach Alfonso Garcia lieferte bei seiner Spielanalyse in der Pressekonferenz eine mögliche Schlagzeile für die Medienvertreter gleich mit: „Es waren zwei Sonntagsschüsse am Gründonnerstag“, sagte er. Auf FCN-Seite sprachen die Anhänger später eher von „zwei Traumtoren“. Bereits nach vier Minuten hatte Ernesto De Santis einen zuvor aufgesprungenen Ball sehenswert aus mehr als 20 Metern via Bogenlampe hinter den zu weit vor dem Tor stehenden Bissinger Keeper Sven Burkhardt versenkt. Der Tabellenvierte (51 Punkte) kam anschließend ebenfalls zu einigen Gelegenheiten, leistete sich aber einige Schnitzer im Aufbauspiel.

Nöttingens Brenner trifft ebenso sehenswert wie De Santis

Effizienter erwiesen sich die Remchinger, die als Fünfter nun bis auf einen Punkt an Bissingen herangerückt sind und aktuell drei Zähler Rückstand auf Rang zwei haben: Jimmy Marton schloss eine De-Santis-Hereingabe trocken zum 2:0 ab (36.), ehe Bissingen – halb durch Sebastian Gleißner, halb durch Marton, der den Ball noch touchierte – verkürzte (45). Nöttingens Timo Brenner (45.+1), der sich nach einem Einwurf in Ruhe drehen und den Ball sehenswert im langen Eck platzieren durfte, sorgte für den Pausenstand. „Unser Abwehrverhalten war eine Katastrophe“, haderte Garcia.

FCN verpasst bei Kontern ein besseres Ergebnis

Nach der Halbzeit hatten die Nöttinger eine Drangphase des FSV zu überstehen – insbesondere nach Riccardo Gorgogliones 3:2-Anschlusstreffer (54.). Bissingen kombinierte, hatte eine bessere Passschärfe und mehr Ballbesitz. Der FCN stellte jedoch geschickt die Räume zu und verpasste es, bei einer der vielen Kontergelegenheiten (Marton/71., Colin Bitzer/79, Mario Bilger/88.) das Ergebnis auszubauen. „Wir mussten viel laufen, viele Räume schließen. Man muss der Mannschaft aber trotzdem ein riesen Kompliment machen. Wenn man so früh das 3:2 kriegt, und der Gegner hofft, heranzukommen – dafür haben es die Jungs richtig gut gemacht. Wir sind nicht auseinander gefallen, jeder ist für den anderen gelaufen. Danach haben wir es verpasst, das 4:2 zu machen“, sagte Wittwer.