Vor der großen Deutschland-Tour: Am 6. Juli starten Doris und Reinhard Kappes in Konstanz ihre Fahrt für die Krebsvorsorge-Organisation Pink Ribbon, die sie 4.000 Kilometer quer durch Deutschland führt. Bereits am kommenden Sonntag radeln sie in Richtung Bodensee. Foto: privat

Tour für Krebsprävention

Paar aus dem Enzkreis geht auf Pink-Ribbon-Tour quer durch Deutschland

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Lange war unklar, ob sie trotz Corona starten können, nun steht fest: Doris und Reinhard Kappes gehen ab 6. Juli auf große Deutschland-Tour. Mit dem Fahrrad und als Botschafter für die Krebsvorsorge-Organisation „Pink Ribbon“.

„Wir sind schon am Packen und rollen uns mit kleineren Vorbereitungs-Touren langsam ein“, erzählt Reinhard Kappes. Vier Monate lang will das Ehepaar, das lange in Dürrn gewohnt hat und momentan im Knittlinger Stadtteil Kleinvillars Zwischenstation macht, in Deutschland unterwegs sein.

Start ist am 6. Juli in Konstanz

Nach dem Start am 6. Juli in Konstanz geht es über Donaueschingen, Villingen-Schwenningen, Bietigheim und durch das Enztal über Vaihingen, Mühlacker nach Pforzheim. Hier legt das Paar Mitte Juli einen Tourstopp ein. Dann geht es weiter über Karlsruhe, Marburg bis Kassel, Eisenach, Erfurt, Leipzig bis Berlin.

Von der Hauptstadt aus radeln die fitten Rentner bis Hamburg, Bremerhaven, Bremen, Münster, Düsseldorf, Köln, Siegerland, Kassel, Fulda, Würzburg, Rothenburg ob der Tauber bis Passau oder München. 4.000 Kilometer wollen die beiden zurücklegen – 500 Kilometer weniger als Anfang des Jahres geplant, als noch die Schweiz Teil der Pink-Ribbon-Tour war. Doch das Corona-Virus hat der Planung einen Strich durch die Rechnung gemacht.

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Paar will in vier Monaten 4.000 Kilometer zurücklegen

Bis Ende Oktober soll die Tour mit Rad und Anhänger quer durch Deutschland dauern. Übernachten wollen die beiden meistens im Zelt. „Wir haben alle Zeit der Welt und wollen höchstens 50 bis 60 Kilometer pro Tag im Sattel sitzen“, sagt Reinhard Kappes.

Ein bis zwei Ruhetage pro Woche sind ebenfalls eingeplant. Denn dem sportbegeisterten Paar geht es nicht nur darum, Lust aufs Radfahren zu wecken und zu zeigen, wie lebenswert und bunt Deutschland ist, sondern auch darum, als Botschafter für die Krebsvorsorge-Organisation mit Menschen ins Gespräch zu kommen, Flyer zu verteilen und sich über eigene Erfahrungen auszutauschen.

Paar will auf der Tour mit Menschen ins Gespräch kommen

Aktiv am Leben teilnehmen und den Menschen als Ganzheit sehen – das sind Botschaften, die das Paar auf der Tour vermitteln möchte. Dazu gehören auch Sport und Bewegung. „Die Wahrnehmung beim Radeln aktiviert außerdem die Selbstheilungskräfte“, so Doris Kappes.

Mit Blog informieren Kappes über ihre Tour

Mit einem Blog im Internet wollen Doris und Reinhard Kappes mit vielen Bildern und Texten darüber informieren, wo sie sich gerade aufhalten. Einen Reiseführer über die „Schleifenroute“ soll es später ebenfalls geben.

Reinhard Kappes ist Tourenleiter beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und Radwegepate für einen Streckenabschnitt im Enzkreis. Mit dem Rad war er sogar schon in Neuseeland unterwegs. Der 72-Jährige und seine Frau engagieren sich auch lokalpolitisch – unter anderem werben sie für die Critical-Mass-Bewegung, um das Bewusstsein für mehr Sicherheit im Verkehr zu wecken und zu zeigen, dass Radfahrer auch Teil des Verkehrs sind.