Im Fall um den getöteten Jäger Simon Paulus aus Birkenfeld im Enzkreis beginnt am morgigen Montag um 9 Uhr der Prozess vor dem Schwurgericht des Karlsruher Landgerichts. | Foto: Deck

Landgericht Karlsruhe

Prozess ab Montag: Mutmaßlicher Mörder von Simon Paulus vor Gericht

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Im Fall um den getöteten Jäger Simon Paulus aus Birkenfeld im Enzkreis beginnt am morgigen Montag um 9 Uhr der Prozess vor dem Schwurgericht des Karlsruher Landgerichts.

Angeklagt ist ein inzwischen 30-jähriger Italiener, der Paulus Ende August des vergangenen Jahres in dessen Haus getötet haben soll. Das Opfer starb durch Gewalteinwirkung gegen den Kopf. Im Anschluss soll der Hauptverdächtige rund zwei Dutzend Schusswaffen des Jägers mitgenommen haben.

Der 30-Jährige ist aber nicht der Einzige, der sich vor Gericht wird erklären müssen. Mitangeklagt sind ein 43-jähriger Deutscher, der beim Abtransportieren der Leiche geholfen haben soll, sowie ein 27-jähriger Deutscher, der den Leichnam gemeinsam mit dem Hauptangeklagten vergraben haben soll.

Zeitstrahl: Von der Vermissten-Meldung bis zum Prozess

In der unten stehenden Zeitleiste haben die BNN zusammengefasst, was im Fall Simon Paulus seit dem Verschwinden des Jägers Ende August 2018 passiert ist.

Der Fall Paulus ist nach Erkenntnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft aber nicht die einzige Straftat, die der 30-Jährige mithilfe anderer begangen haben soll. Der Mann soll auch gemeinsam mit dem 27-jährigen Deutschen und einem ein Jahr jüngeren Griechen geplant haben, eine Bekannte des 26-Jährigen, eine ältere Frau aus dem Enzkreis, zu töten, um an Erbe und Wertgegenstände der Dame zu kommen. Geplant für die Nacht vom 14. auf den 15. Oktober 2018 sollen die Männer ihr Vorhaben dann doch abgebrochen haben, so die Staatsanwaltschaft.

Die Staatsanwaltschaft klagt den 30-jährigen mutmaßlichen Mörder von Paulus zudem wegen einer weiteren schlimmen Tat an: Der Mann soll sich zwischen Juni 2017 und Juni 2018 insgesamt fünf Mal an einer Bekannten vergangen haben, die zu dem Zeitpunkt geschlafen haben soll. Seine Taten soll der Mann außerdem gefilmt haben.

Das Landgericht Karlsruhe hat sich auf einen aufwendigen Prozess eingestellt:  Bis zum 13. September soll es 21 Verhandlungstage geben. Nach bisherigen Planungen werden 41 Zeugen und 8 Sachverständige gehört, wie eine Sprecherin des Gerichts sagte.

BNN