ADAC GT Masters, 11. + 12. Lauf Hockenheimring 2019 - Foto: Gruppe C Photography; #31 Audi R8 LMS GT3 Evo, HCB-Rutronik Racing: Patric Niederhauser, Kelvin van der Linde
Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde sicherten sich in Hockenheim den Fahrertitel bei den ADAC GT Masters. | Foto: ADAC Motorsport

Hockenheimring

Rennstall aus Remchingen gewinnt Fahrertitel bei ADAC GT Masters

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Der Remchinger Rennstall HCB Rutronik Racing hat Historisches erreicht: Zum ersten Mal gewann ein Team bereits ein Wochenende vor Saisonschluss die Fahrer-Meisterschaft in der ADAC GT Masters. Am Hockenheimring holten sich Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde mit einem Sieg im Sonntagsrennen den Titel. Auch Lokalmatador Dennis Marschall aus Eggenstein-Leopoldshafen war trotz eines Ausfalls am Sonntag glücklich.

Erst in der letzten Runde löste sich die Anspannung bei Kelvin van der Linde. Der Rennfahrer in Diensten von HCB Rutronik Racing hakte sich bei Teamchef Fabian Plentz unter. Als wenige Sekunden später Teamkollege Patric Niederhauser als Erster über die Ziellinie am Hockenheimring raste, kannte der Jubel in der Box des Remchinger Rennstalls keine Grenzen. Die Meisterschaft bei den ADAC GT Masters ist dem Duo nun nicht mehr zu nehmen.

18.000 Zuschauer am Hockenheimring feiern Rutronik-Fahrer

„Ich habe noch keine Worte. Vielleicht nach der zweiten Flasche Wein“, sagte der geschockte van der Linde. Bereits am Sonntagmorgen legte er mit seiner ersten Karriere-Pole-Position den Grundstein. Im Rennen fuhr er der Konkurrenz davon. Nach dem Fahrerwechsel zur Rennhälfte musste Niederhauser vor 18.000 Zuschauern in Hockenheim den Vorsprung auf die Zweiten Feller/Vanthoor (Montaplast-Motorsport) „nur noch verwalten“. Zum ersten Mal wurde der Fahrertitel bei den GT-Masters am vorletzten Wochenende vergeben. „Das Gefühl ist unbeschreiblich“, sagte Niederhauser, der zum ersten Mal Masters-Meister wurde. Van der Linde holte sich nach 2014 den zweiten Titel.

 

Mehr zum Thema: Dennis Marschall hat Benzin im Blut und kommt bei den ADAC GT Masters immer besser in Form.

Tourenwagen-Legende Manuel Reuter lobt Teamleistung

„Wir waren immer konstant, haben uns keine Fehler erlaubt. Die Fahrer und die Techniker haben einen super Job gemacht“, sagte Reuter. Danach fiel die Tourenwagen-Legende  einem seiner Techniker um den Hals. Der Titel weckt beim Rennstall aus dem Enzkreis Emotionen.

Dennis Marschall kann nicht fahren – und ist trotzdem zufrieden

Gefühlstechnisch wurde auch Lokalmatador Dennis Marschall aus Eggenstein-Leopoldshafen auf die Probe gestellt. Am Samstag fuhr er den zweiten Rutronik-Audi auf die Pole-Position. Im Rennen landete er mit seiner Teamkollegin Carrie Schreiner zum ersten Mal überhaupt auf dem dritten Platz, weil ausgerechnet die Teamkollegin Niederhauser/van der Linde eine Zeitstrafe aufgebrummt bekamen. Am Sonntag brach Schreiner nach einem Unfall die Spurstange. Marschall blieb so nur die Zuschauerrolle. Dennoch fiel sein Fazit positiv aus: „Das war unser Saisonhöhepunkt. Carrie ist am Samstag über sich hinausgewachsen.“

 

Teamwertung für Rutronik Racing noch möglich

Teamchef Plentz kündigte noch in der Boxengasse über die TV-Mikros an: „Das war nicht unser letzter Titel.“ Eine Vorwarnung? Zum letzten Wochenende am Sachsenring reist Rutronik als Führender in der Teamwertung.