Nicht ganz zufrieden war Sterne-Coach Christian Hergenröther trotz des 70:59. | Foto: Rubner

Frauen-Basketball

Rutronik Stars Keltern gehen in Finalserie gegen Herne in Führung

Anzeige

„Die Nummer eins im Land sind wir“, sangen die Fans der Rutronik Stars Keltern schon während des dritten Viertels im ersten Finalspiel um die deutsche Meisterschaft im Frauenbasketball gegen den Herner TC. Denn was ihre Mädels vom Grünen Stern da in den ersten 30 Minuten veranstaltet hatten, kam einer Demonstration gleich. Erst als der Titelverteidiger aus Keltern Tempo herausnahm, auch in Hinblick auf die beiden Auswärtsduelle am Wochenende, kam der Pokalsieger aus dem Ruhrgebiet noch einmal heran, sodass das 70:59 im ersten von bis zu fünf Spielen knapper klingt, als es über lange Zeit war.

Thomas, Kalu und Pierre-Louis treffen für Keltern nach Belieben

Keltern legte gleich spektakulär mit einem Drei-Punkte-Treffer durch Ezinne Kalu los. Die Hernerinnen, nur mit zwei Saisonniederlagen bisher durch die Saison gekommen, bissen sich gerade in der ersten Hälfte an der aggressiven Defense der Sterne rund um die agile Emma Stach die Zähne aus, während vorne das magische Dreieck um Jasmine Thomas, Ezinne Kalu und Kimberly Pierre-Louis nach Belieben traf.

Hernes Kuijt von Sternen aus dem Spiel genommen

Dass das nicht ewig so weitergehen konnte, schien klar. Aber auch in Viertel zwei und drei fand Herne keine Mittel, um sich aus dem Druck der Sterne zu befreien. Und ein weiterer Dreier von Kalu aus nahezu unmöglicher Position brachte Herne sichtlich aus der Fassung. Von Zielspielerin Karin Kuijt, vor der Partie von Sterne-Coach Christian Hergenröther noch als Herz des gegnerischen Teams ausgemacht, strömte keine Gefahr aus und Top-Scorerin Jordan Frericks hatte früh ihr viertes Foul kassiert, musste nach dem fünften im Schlussviertel gar vorzeitig aus dem Spiel.

Sterne-Coach Hergenröther kritisiert Schlussviertel

Dennoch war Kelterns Coach Christian Hergenröther mit dem Auftritt seiner Mannschaft nur bedingt zufrieden. „Wir waren im letzten Viertel nicht konzentriert genug“, nannte er den Grund, warum kurze Zeit gezittert werden musste. Das ging mit 18:24 verloren – zwischenzeitlich war Herne sogar nach 20-Punkte-Rückstand auf nur noch sechs Punkte herangekommen. „Wir hatten uns viel vorgenommen, waren gut vorbereitet. Aber ab dem zweiten Abschnitt hat uns der Fokus gefehlt. Wir haben es nicht geschafft, 24 Sekunden zu Ende zu verteidigen“, so der Trainer, der aber zufrieden darüber war, „dass wir das erste Heimspiel gewonnen haben“.

Thomas hofft auf Sieg am Freitag

„Wir wissen aber auch, dass am Freitag ein hartes Stück Arbeit vor uns liegt“, sagte Sterne-Kapitänin Jasmine Thomas. So gerne man auch vor den Fans in Keltern spielt, so sehr hofft man nun, dass es das letzte Heimspiel der Saison war – wenn nämlich am Wochenende beide Spiele in Herne gewonnen werden.