Die richtigen Worte gefunden hat Christian Hergenröther in der Halbzeit des Play-off-Spiels seiner Sterne gegen Marburg. | Foto: Harry Rubner

Frauen-Basketball Play-offs

Rutronik Stars Keltern machen gegen BC Marburg ersten Schritt zum Meisterschaftsfinale

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Langsam humpelte Sterne-Kapitänin Marina Markovic auf ihren Krücken zu den Basketballerinnen der Rutronik Stars Keltern, die in der Mitte der Speiterlinghalle warteten, um mit ihr den wichtigen 75:61(37:31)-Heimsieg im ersten Play-off-Halbfinale gegen den BC Marburg zu feiern.

Die am Kreuzband operierte Markovic hatte ihre Mädels vom Spielfeldrand aus unterstützt und freute sich über ein defensiv sehr starkes drittes Viertel, in dem die Grünen Sterne für die Vorentscheidung gesorgt hatten.

Marburg und Keltern in Halbzeit eins gleichauf

Die erste Halbzeit war wie erwartet ein Spiel auf Augenhöhe. Drei Minuten vor Ende des ersten Viertels begannen sich die Titelverteidiger von den Gästen aber abzusetzen und entschieden das Viertel mit 21:15 für sich. Auch im zweiten Part blieb die Partie weitestgehend ausgeglichen. „In der ersten Halbzeit hatten wir nicht die Intensität gehabt, die wir sonst an den Tag legen. Aber auch Marburg hatte offene Würfe, die sie nicht genutzt haben. Das Spiel war von Fehlern auf beiden Seiten geprägt“, erklärte Sterne-Coach Christian Hergenröther. In der Pause habe er den „puren Willen“ von seiner Mannschaft eingefordert.

Meisterhaftes drittes Viertel der Rutronik Stars Keltern

Und die Grünen Sterne präsentierten sich nach dem Seitenwechsel auch meisterlich. Die Enzkreis-Korbjägerinnen verteidigten wesentlich stärker und holten sich erneut die Führung. Marburg fand keine Antwort auf den 18:4-Lauf der Sterne, die alles trafen, was sie in Angriff nahmen. „Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: Der Run hat das Spiel entschieden“, erklärte Hergenröther. So stand es wenige Minuten vor dem Schlussviertel 55:35 für die stark verteidigenden Gastgeberinnen. In den letzten zehn Spielminuten verkürzte Marburg noch etwas.

Keltern-Coach Hergenröther schaut schon auf Mittwoch

„Wir haben über weite Strecken nicht das gezeigt, was wir wollten und haben den Kampf nicht angenommen“, zog Gäste-Trainer Patrick Unger sein Fazit und stellte aber klar, dass das zweite Halbfinale der Best-of-three-Serie am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) in Marburg „härter und intensiver“ werde. „Wir wollen die Serie ausgleichen“, so auch die Kampfansage von Marburgs Spielerin und Ex-Sterne-Spielerin Stephanie Wagner. Die Enzkreis-Korbjägerinnen sind gewarnt. So werde der amtierende Meister das Spiel genau analysieren und sich etwas einfallen lassen, um am Mittwochabend den Finaleinzug klarzumachen, hofft Hergenröther.